Moderne Autowäsche ist effizient und ressourcenschonend
Acht Mal pro Jahr – so oft wäscht der Deutsche im Durchschnitt sein Auto. Rund ein Drittel dieser Pflegemaßnahmen werden eigenhändig durchgeführt, als sogenannte „wilde Wäschen“ auf dem eigenen Grundstück oder auf öffentlichem Grund. Diese Variante ist zum einen in vielen Fällen vom örtlichen Gesetzgeber nicht erlaubt, zum anderen gilt sie auch nicht gerade als effizient. Der Bundesverband für Gas- und Wasserwirtschaft (BDEW) empfiehlt die Nutzung von Autowaschanlagen, da diese in vielen Fällen ressourcenschonender arbeiten. Wer sein Auto „von Hand“ wäscht, verbraucht dabei nach Untersuchungen zwischen 150 und 200 Liter Frischwasser. In modernen Waschanlagen sind 150 Liter pro Wäsche eher eine Obergrenze. Die Betreiber dürfen das Abwasser nicht ungefiltert in die Kanalisation einleiten – anstatt jedoch nur die gesetzlich vorgeschriebenen Filtereinrichtungen zu installieren, investieren sie oft bereits in Systeme, welche einen Großteil des Wassers aufbereiten und erneut für Waschvorgänge zur Verfügung stellen. Auf diese Weise kann der Verbrauch weiter gesenkt werden, teilweise auf bis zu 15 Liter Frischwasser pro Fahrzeug – ein Vollbad für den Menschen braucht mehr (rund 150 Liter)!
Auch in anderen Bereichen wird an der Technik gefeilt, um effizientere Waschvorgänge zu ermöglichen – so entwickeln Hersteller z.B. Hochleistungsdüsen, welche gleichbleibende Reinigungsleistung bei sinkendem Wasserverbrauch erlauben sollen. Eine weitere Stellschraube ist der Einsatz von chemischen Mitteln: Unter anderem wird an Systemen getüftelt, mit deren Hilfe Waschanlagen selbst erkennen sollen, wie stark ein einfahrendes Fahrzeug verschmutzt ist. Mit Tausenden von Referenzfotos unterschiedlich stark verschmutzter Autooberflächen trainieren die Entwickler künstliche Intelligenz so, dass diese später mit Sensoren in der Waschanlage erkennt, welche Reinigungsmittel eingesetzt werden sollten und automatisch die ausreichende Dosis bestimmt. Ziel ist es, den Einsatz von Chemie und somit den Aufwand der Wasseraufbereitung weiter zu minimieren.
Beim Thema „Energieverbrauch“ tut sich ebenfalls etwas: Immer öfter nutzen Betreiber Photovoltaikanlagen, um Strom für ihre Waschanlagen zu erzeugen. Im Optimalfall sorgt die Frühlingssonne dann mit dafür, dass fahrbare Untersätze in ihr glänzen können..
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