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Montag, 6 Februar 2023
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Schreibtischvergnügen statt Schreibtischarbeit

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Der ergonomische Arbeitsplatz ist keine fixe Sache

Vereinfacht gesagt steckt hinter dem Begriff Ergonomie, dass die Arbeitsbedingungen auf den Menschen angepasst werden und nicht umgekehrt. Was sich schön liest und im besten Fall für eine größere Effizienz, längere Leistungsfähigkeit und weniger körperliche Beschwerden sorgt, wird jedoch oft falsch ausgelegt. Wirkliche Ergonomie am Arbeitsplatz wird nicht nur mit bestimmten Sitzeinstellungen oder dem Verwenden von speziellem Zubehör erreicht, sondern letztendlich dann, wenn im Arbeitsalltag eine gewisse Flexibilität möglich ist. Denn eines hat sich im Laufe der Evolution gezeigt: Der menschliche Körper ist nicht darauf ausgelegt, über lange Zeiträume bestimmte Haltungen einzunehmen oder „einseitige“ Tätigkeiten zu verrichten. Egal ob man nun jahrelang als Fliesenleger, Büroangestellter oder an einer Verkaufstheke tätig ist – wenn in der Freizeit nicht ganz konsequent mit Ausgleichsaktivitäten gegengearbeitet wird, merkt man auf Dauer, dass im Beruf gewisse Körperpartien mehr beansprucht werden als andere.

Wo immer es der Arbeitsalltag zulässt, sollte deswegen für Abwechslung gesorgt werden. Abgeleitet von dem bekannten Fußballfangesang gilt z.B. „Steht auf, wenn ihr Sitzer seid!“ Höhenverstellbare Arbeitsplätze sind bei vielen Bildschirmjobs machbar und sinnvoll. Dabei sollten allerdings alle wichtigen Komponenten so mitwandern, dass z.B. die Computermaus und der Monitor bequem erreichbar bzw. einsehbar sind. Wenn Körperpartien dafür angespannt werden müssen, wird das auf Dauer zu Verspannungen führen. Auch stetiges „starres“ Arbeiten im Stehen kann Beschwerden hervorrufen.

Wer bereits mehrere Jahre bei der Arbeit seinen Körper einseitig beansprucht hat, wird unter Umständen erstmal (mehr) Beschwerden spüren, wenn z.B. Schreibtischarbeit im Stehen statt wie bisher im Sitzen verrichtet wird. Ein möglicher Grund: Die nötigen Muskelpartien sind im Laufe der Zeit „verkümmert“ und müssen erst wieder aufgebaut werden. Gerade am Anfang sollte man die neuen Positionen dann nur für kurze Phasen einnehmen und sukzessive ausbauen. Gezieltes Krafttraining für lange unterforderte Körperpartien kann zudem helfen. Und prinzipiell gilt: Die beste Arbeitshaltung ist die, welche nicht zu lange eingenommen wird – ein einfacher Grundsatz, der zugegebenermaßen nach wie vor in vielen Berufen nur bedingt anwendbar ist.

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