…aber “gut liegen” ist nicht gleich “gut schlafen”!
Fast zwei von drei Menschen (63 Prozent) litten hierzulande in den vergangenen zwölf Monaten unter Schlafproblemen. Frauen sind mit 67 Prozent noch häufiger betroffen als Männer (58 Prozent). Diese Zahlen nennt eine repräsentative YouGov-Umfrage aus dem März 2026. Das Thema spielt in zahlreichen Altersgruppen eine Rolle, die möglichen Ursachen sind jedoch vielfältig und haben nicht selten auch mit Umwelt- bzw. Alltagseinflüssen zu tun: Krisenmeldungen, Arbeitsdruck sowie ständige Reizüberflutung durch Smartphone und Medien können dafür sorgen, dass man schwer “abschaltet”. Zum Deutschen Tag des Schlafes, welcher am 21. Juni gefeiert wird, präsentieren wir hier einige Tipps, welche für eine erholsamere Nachtruhe sorgen können…
Eine wichtige Rolle spielt die Schlafhygiene. Dazu gehört etwa, abends möglichst wenig Bildschirmzeit einzuplanen, denn das blaue Licht von Smartphone oder Tablet signalisiert dem Körper “Zeit zum Wachsein”. Auch ein kühles, dunkles Schlafzimmer ist ratsam. Wenn Stress und innere Unruhe mit den Schlafproblemen einhergehen, können pflanzliche Wirkstoffe unterstützen – dazu gehören nach aktueller Studienlage zum Beispiel Passionsblume, Lavendel, Hopfen, Melisse und Baldrian. Diese Mittel entfalten ihre Wirkung jedoch meist erst nach einigen Tagen regelmäßiger Einnahme.
Schlafmittel mit stark sedierenden Wirkstoffen können zwar kurzfristig helfen, haben aber eine lange Wirkdauer – unerwünschte Müdigkeit am Morgen ist eine mögliche Folge. Bei Melatonin-Produkten sollten Dosierung und die Herkunft genau betrachtet werden, ebenso wie die individuelle Gesundheitslage: Werden etwa andere Medikamente eingenommen oder liegt eine Schwangerschaft vor, muss das berücksichtigt werden. Das Hormon hilft laut zahlreichen Experten zudem eher beim Einschlafen als beim Durchschlafen.
Die passende Ausstattung
Auch minderwertige, abgenutzte oder nicht mehr zum Körper passende “Schlafausstattung” kann zu unruhigem Schlaf führen. Prinzipiell sollten sowohl Bettzeug, Matratze als auch Lattenrost in Material sowie “Bauart” zu den individuellen Bedürfnissen des Schlafenden passen. Die von vielen Herstellern geführten Matratzen mit unterteilten Zonen sollen den Körper punktuell passend unterstützen, ob dies gelingt, hängt u.a. von Körpergröße und –gewicht sowie bevorzugter Schlafposition ab. Eine 7-Zonen-Matratze, welche beim 1,90-Mann mit 90 Kilo an den richtigen Stellen Halt gibt bzw. nachgibt, kann für eine 1,60 Meter große, wesentlich leichtere Frau komplett unpassend sein und im schlimmsten Fall sogar Beschwerden hervorrufen.
Nicht zu unterschätzen ist die psychische Komponente: Wer nachts im “Gedankenkarussell” feststeckt, kann aufstehen und seine Sorgen aufschreiben. Ein Zettel mit einer kurzen Liste offener Punkte hilft manchen Menschen dabei, die negativen Gedanken zumindest zeitweise aus dem Kopf zu bekommen – andere sind sich zu sehr bewusst, dass ein “niedergeschriebenes Problem” leider nicht automatisch ein “gelöstes Problem” ist…
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