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Badespaß trotz Hörgerät

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Ungetrübte Urlaubsfreuden mit moderner Technik

Halt! Stopp! Bitte springen Sie – sofern Sie ein Hörgerät tragen – nicht gleich kopfüber ins Wasser, auch wenn Sie womöglich gerade Abkühlung brauchen… Die Überschrift unseres Artikels bedeutet, dass man „Badespaß TROTZ Hörgerät” haben kann – jedoch nur sehr beschränkt MIT einem Hörgerät!

Es mag kurios klingen: Mit den allerersten Hörhilfen hätte man (unter seltsamen Blicken der Umstehenden) tatsächlich relativ bedenkenlos Planschen gehen können, schließlich handelte es sich dabei um simple Trichter, welche den Schall bündeln sollten. Das änderte sich jedoch mit den ersten Hörgeräten, welche Geräusche elektrisch verstärkten – ab da galt vereinfacht gesagt die Binsenweisheit: Strom und Wasser vertragen sich schlecht. Und in den Hörsystemen der modernsten Generation ist noch mehr empfindliche Technik verbaut, welche Schall nicht mehr nur simpel verstärkt, sondern z.B. auch zwischen Sprache und Nebengeräuschen unterscheiden soll.

Ein hundertprozentig wasserdichtes Hörgerät gibt es aktuell nicht am Markt. Und deswegen gilt für ungetrübte Urlaubsfreuden: Wenn Badehose oder Bikini zum Einsatz kommen, sollte das Hörgerät sicher vor den Gefahren eines Badestrands (darunter z.B. Wasser, sandwerfende Kinder und unvorsichtige Nachbarn mit der Eiswaffel) verstaut werden.

Da mit fortgeschrittenem Alter auch hin und wieder eine steigende Vergesslichkeit einhergehen kann, wäre es fatal, wenn moderne Hörgeräte nicht den kleinsten Wassertropfen aushalten könnten und den versehentlichen Gang unter die Dusche nicht verzeihen würden. Einige Modelle gehören einer sogenannten IP-Schutzklasse an – diese gibt Auskunft darüber, wie gut ein Produkt den Kontakt mit Wasser “wegstecken” sollte. Manche Hersteller bieten z.B. Modelle mit der Zertifizierung IP68 an – diese halten dem Untertauchen in 1,5 Meter Wassertiefe bis zu 30 Minuten stand. Das gilt aber wohlgemerkt nur für Süßwasser! Solche Hörgeräte sollten einen sommerlichen Wolkenbruch, ein Malheur mit einem geplatzten Gartenschlauch oder eine “Vergesslichkeit” beim Einstieg in die Badewanne verzeihen. Sie sind jedoch nicht dafür geeignet, sich damit stundenlang in die Fluten zu stürzen. Für Hörgeräteträger, welche im Wasser auf ihr Hörgerät nicht verzichten können oder möchten, bietet der Handel auch Zubehör wie Gerätehüllen oder spezielle Badekappen, welche zumindest bei kurzem Wasserkontakt (z.B. beim Planschen im seichten Wasser) zusätzlichen Schutz leisten können.

Dass eines Tages ein absolut wasserdichtes Hörgerät am Markt erhältlich ist, welches auch längere Tauchgänge erlaubt, ist durchaus vorstellbar. In diesem Bereich wird weiterhin geforscht – z.B. an Technologien, welche bei den winzigen verbauten Mikrofonen Geräusche ungehindert durchlassen, Wasser aber zuverlässig “abweisen”.

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