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Samstag, 26 November 2022
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Berufe mit Potenzial und Zukunft

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Die vielen Facetten des Gesundheitswesens

Vor rund zwei Jahren – zu Beginn der Covid19-Pandemie – war der Wunsch „Bleiben Sie gesund“ spürbar häufiger im Alltag zu hören als in den Jahren zuvor. Natürlich: Für das Gesundbleiben bzw. -werden gibt es viel, was man selbst tun kann – aber auch einiges, was von Dritten getan werden muss und demnach Arbeitskraft erfordert. Rund 8 Millionen Menschen sind in Deutschland im Gesundheitswesen tätig – wobei diese Zahl davon abhängt, welche Berufe zur Branche gezählt werden. Dass die Zahl höher sein sollte, wird unter anderem in aktuellen Diskussionen um den Pflegenotstand gefordert. Die Präsidentin des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe Christel Bienstein betonte vor kurzem im einem Radiointerview, dass man in den kommenden zehn Jahren ruhestandsbedingt mehrere hunderttausend Fachkräfte im Bereich Pflege verlieren würde – und genügend „Nachfolger“ seien nicht in Sicht.

Seit 2020 gibt es die generalistische Ausbildung zum/r Pflegefachmann bzw. -frau. Diese soll die bisherigen Ausbildungen zu Gesundheits- und Krankenpflegern, zu Altenpflegern und zu Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern ersetzen. Während in diesem Teil der Branche aktuell der größte Personalmangel herrscht, darf nicht vergessen werden, dass das deutsche Gesundheitssystem auf der Verknüpfung medizinischer, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und handwerklicher Komponenten besteht. Somit gehören auch zahlreiche Berufe dazu, bei denen die Hauptarbeit vereinfacht gesagt nicht direkt am Patienten verrichtet wird. Kaufleute für Gesundheitswesen können beispielsweise nach ihrer dreijährigen dualen Ausbildung Aufgaben in Kliniken, Praxen, Krankenkassen & Co. übernehmen – von der Verwaltung von Patientendaten über die Abrechnung von Leistungen bis hin zur Organisation von Abläufen. Auch Menschen mit Technikverständnis sind in der Branche gefragt – medizinische Technologen für Radiologie assistieren z.B. bei Röntgen- oder Kernspinuntersuchungen. Die vier bisherigen Ausbildungsberufe im technischen Bereich werden aktuell modernisiert – ab 2023 entfällt u.a. das Schulgeld und es soll mehr Praxisanteile geben.

Nicht nur nach Schlaganfällen oder Unfällen kommen Vertreter der Gesundheitsfachberufe ins Spiel, zu denen Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden zählen. Wer in diesem Bereich tätig werden möchte, sollte ein gutes Körpergefühl mitbringen und geschickt im Umgang mit Menschen sein. Zum Gesundheitshandwerk zählen Berufe wie Augenoptiker, Hörakustiker oder Orthopädieschuhmacher – der teilweise filigrane Umgang mit Material und Werkzeug gehört hier ebenso zum Arbeitsalltag wie regelmäßiger Kundenkontakt mit beratenden Leistungen.

Berufe im Gesundheitswesen unterscheiden sich u.a. bezüglich der Arbeitszeit („Schichtdienst“ oder eher „9-to-5-Job“), Einsatzgebiet („Nah am Patienten“ oder „Vorrangig am Schreibtisch bzw. in Werkstatt/Labor“) aber auch bezüglich der Weiterbildungs- und Karrierechancen. Auf die ein oder andere Weise steht stets der Mensch und dessen Gesundheit im Mittelpunkt. Dennoch – und damit müssen Berufstätige in diesem Bereich auch psychisch zurechtkommen – sind Zeit und Geld als einschränkende Faktoren fast immer präsent.

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