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Ein Material und seine Renaissance

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Wissenswertes zu Lehm als Baustoff

Der mineralische Traditionsbaustoff Lehm ist rein natürlich, frei von chemischen Zusätzen und seit Jahrtausenden bewährt. Er reguliert die Luftfeuchtigkeit, nimmt überschüssige Feuchte auf und gibt sie bei Trockenheit wieder ab. So entsteht ein ausgeglichenes, angenehmes Wohnklima, welches gerade für die empfindlichen Atemwege von Säuglingen, Kleinkindern und Allergikern geeignet ist. Zudem leitet Lehm Wärme nur “träge” weiter: Hitze von außen dringt nur sehr langsam ins Gebäudeinnere und wird bei nächtlicher Abkühlung eher wieder nach außen abgegeben – ein Effekt, welcher in vielen Lehmgebäuden in arabischen oder afrikanischen Regionen spürbar ist. All das macht den Baustoff sowohl für energetische Sanierungen als auch für ökologische Neubauten interessant.


Vielfältig einsetzbar

Lehm besteht prinzipiell aus Ton, Sand und Schluff (Feinsand). Je mehr Ton enthalten ist, desto bindender (und letztendlich stabiler) ist das Material – hier spricht man von fettem Lehm. Dieser kann z.B. für die Herstellung von Lehmsteinen für tragende Wände verwendet werden. “Magere” Lehme mit geringerem Tonanteil sind u.a. zum Verfüllen von Wänden geeignet, bei denen andere Materialien das Tragwerk bilden. In Deutschland gibt es schätzungsweise rund zwei Millionen Fachwerkbauten, in deren Holzrahmen Lehm verwendet wurde.


Im Lauf des letzten Jahrzehntes hat sich sowohl bei der Popularität als auch bei der Normung von Lehmbaustoffen einiges getan. Neben klassischen Lehmputzen gibt es Trockenbauplatten, edles Lehm-Finish aus farbigen Tonmehlen oder komplette Systeme für die Innendämmung. Im Kinderzimmer eignen sich etwa Lehmputze oder Trockenbauplatten, um mit überschaubarem Aufwand diffusionsoffene, feuchtigkeitsregulierende Wandflächen zu schaffen. Wer mit einer Wärmepumpe heizen will, jedoch keine nachträgliche Fußbodenheizung installieren möchte, findet im Fachhandel Trockenbau-Elemente mit integrierten Heizrohren in Form von Lehmbauplatten. Diese werden direkt oder auf Lattung an die Wand oder die Decke montiert.

In puncto Nachhaltigkeit überzeugen Lehmprodukte gleich mehrfach: Sie bestehen ausschließlich aus natürlichen, nahezu unbegrenzt verfügbaren Rohstoffen, welche mit geringem ökologischem Fußabdruck regional abgebaut werden. Im Vergleich zu anderen Baustoffen ist der Energieeinsatz in der Produktion niedrig, da keine Brennvorgänge erforderlich sind. Anfallende Reste können einfach weiterverwertet werden.

Auch im Landkreis Neumarkt wird Lehm bei einer steigenden Zahl von Bauprojekten verwendet, zum Beispiel beim Gäste- und Tagungshaus “St. Wunibald” im Kloster Plankstetten – dort in Verbindung mit zwei anderen natürlichen Materialien. Der Bau gilt als Süddeutschlands größtes Gebäude in Holzstrohbauweise, wurde innenseitig mit Lehm verputzt und erhielt u.a. 2022 den Bayerischen Klimaschutzpreis.

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