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Mittwoch, 11 Februar 2026
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Wenn die Fahrbahn zur Rutschbahn wird

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Erhöhtes Unfallrisiko in der Winterzeit

Die winterlichen Straßenverhältnisse zu Beginn der letzten Woche haben ihre Spuren hinterlassen – zum einen in Form des noch sichtbaren Streuguts auf Wegen und Fahrbahnen, zum anderen an Fahrzeugen und – leider – auch an Verkehrsteilnehmern. Allein zu Beginn der vergangenen Woche ließ das in vielen Regionen auftretende Glatteis die Unfallstatistik sprunghaft in die Höhe schnellen. In manchen Bundesländern wurden innerhalb von 24 Stunden über 1000 eisbedingte Verkehrsunfälle registriert, diverse Autobahnen waren zeitweise gesperrt, in Bayern starben mindestens drei Menschen.

Schon vor der kritischen Phase warnten viele Medien vor gefährlichen Straßenverhältnissen – teilweise mit einer „Plakativität“, die schon den Beginn einer neuen Eiszeit vermuten ließ. Auch dies führte jedoch nicht bei jedem Verkehrsteilnehmer für eine Anpassung des Verhaltens – Ignoranz und Selbstüberschätzung sorgen für vermeidbare Statistikfälle. Dass in jüngsten Jahren selten ähnlich winterliche Verhältnisse auf den Straßen herrschten und so mancher das Fortbewegen unter solchen Konditionen nicht mehr wirklich gewohnt ist, mag durchaus auch eine Rolle spielen.

Spiegelglatte Straßen & Co. sind auch in den kommenden Wochen nicht auszuschließen. Besonders groß ist die Gefahr von Blitzeis laut ADAC an schattigen Orten, wo die Straße bei winterlichen Temperaturen stark abkühlen kann – dazu zählen u.a. Wälder und Brücken. Eisschichten auf den Fahrbahnen können dort plötzlich auftreten und sind kaum zu erkennen. Unter solchen rutschbahn-ähnlichen Bedingungen sind auch Winterreifen, Antiblockiersysteme oder Ketten nicht mehr wirklich hilfreich, Auswirkungen hat die Ausstattung jedoch schon: Wer auf Eis mit einer Geschwindigkeit von  50 Stundenkilometern anhalten muss, braucht mit Sommerreifen 140 bis 200 Meter Bremsweg, mit Winterreifen hingegen „nur“ 70 bis 100 Meter. Dies kann in gewissen Situationen schon darüber entscheiden, ob man noch auf der Straße zum Stehen kommt oder erst im nächsten Graben…

Der oft geäußerte Rat, bei Eis und Schnee Autofahrten zu verschieben, ist nicht immer realisierbar – wer sich ans Steuer setzt, sollte die Empfehlung, mehr Zeit für vorausschauendes Fahren einzuplanen, nicht als „mediale Panikmache“ abtun, sondern umsetzen. Zudem sollte auf ruckartige Lenkbewegungen verzichtet werden. Wenn das Fahrzeug auf gerader Strecke ins Schleudern kommt, sollte man auskuppeln, bremsen und schnell, jedoch gefühlvoll in die gewünschte Fahrtrichtung lenken. Wer im hohen Gang niedertourig fährt, gibt den Reifen mehr Chancen, Grip aufzubauen. Automatikautos sollten bei winterlichen Bedingungen nicht mit Sporteinstellung gefahren werden.

Was zu tun ist, wenn es dann doch kracht, wurde an dieser Stelle schon oft erklärt – besonders wichtig ist jedoch im Winter: Wer aus dem Auto steigt, um z.B. die Unfallstelle zu sichern, sollte noch mehr Vorsicht walten lassen als sonst – denn von Glätte & Co. sind auch die nachfolgenden Fahrer betroffen.

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