Umweltbewusstsein im Spannungsfeld der Generationen
Im Rahmen der 4. Neumarkter Nachhaltigkeitswochen sprach Cordula Weimann, Gründerin der „Omas for Future“-Bewegung, über ihre Klimaschutzinitiative. Die 63-jährige Leipzigerin setzt sich seit 2019 leidenschaftlich für mehr Umweltbewusstsein ein und nutzt zahlreiche Kanäle, um ihre Botschaft zu verbreiten. Weimann ist davon überzeugt, dass insbesondere die Generation 50+ aufgrund ihres Konsumverhaltens maßgeblich zur Klimakrise beigetragen hat und nun Verantwortung übernehmen muss.
Flutkatastrophen, Hitzewellen oder Artensterben – die Klimadebatte ist wichtig und sollte Menschen jeden Alters dazu motivieren, seinen Beitrag zu leisten. Den „schwarzen Peter“ aber allein einer Altersgruppe zuzuschieben, empfinden viele schlicht als unfair, vor allem, weil auch die jüngere Generation gerne Komfort genießt, oft ohne Rücksicht auf die Umwelt: Man wird zur Schule chauffiert, besitzt das neueste Smartphone, die Kleidung kommt aus Fernost und was kaputt ist, landet im Müll.
Was tun?
Den Fleischkonsum reduzieren, öfter mal das Auto stehen lassen sowie den Ausbau privater und öffentlicher Grünflächen vorantreiben – all das sind Schritte in die richtige Richtung. Doch es bleibt ein Spannungsfeld: Während „Otto Normalverbraucher“ für eine Flugreise kritisiert wird, toleriert ein großer Teil der Gesellschaft, dass Prominente für Galas und Shoppingtrips rund um den Globus jetten, ohne Rücksicht auf ihren CO₂-Fußabdruck.
Ein Lösungsvorschlag?
Der designierte US-Präsident Donald Trump plant eine drastische Kehrtwende in der amerikanischen Klimapolitik, unter anderem auch den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Dieser Rückzug wird die weltweiten Bemühungen erheblich schwächen und das Erreichen langfristiger Klimaziele ernsthaft gefährden.
Folgenden Vorschlag stellte Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel jüngst in einer Talkshow zur Diskussion: „Deutschlands Anteil am weltweiten CO₂-Ausstoß beträgt rund 2 Prozent. Diesen Wert gegen Null zu bringen, ist sehr teuer. Wäre es nicht effizienter, dieses Geld in Länder zu investieren, bei denen mit der gleichen Summe ein Vielfaches an CO₂-Emissionen eingespart werden kann?“




























