Ein Blick hinter die Kulissen
Wo einst betagte Menschen ihren Lebensabend verbrachten, entsteht derzeit unübersehbar ein Schulgebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 3.910 Quadratmetern. Der dreistöckige barrierefreie Campus in direkter Nachbarschaft zum Pfalzgrafenschloss und zum Reitstadel bildet bald mit der Hofkirche ein markantes Ensemble in der Altstadt. Mit 90 zusätzlichen Stellplätzen in der vorhandenen Tiefgarage und einem weiteren Bau mit neun Wohnungen für 24 Studenten in der Kaminfegergasse soll das Stadtviertel in Zukunft besonders den Bedürfnissen von Studierenden gerecht werden.
Lernen und Wohnen
Im Januar 2020 erfolgte der Abbruch des Altenheims, ein Bestandsgebäude aus dem Jahr 1952. Am 27. Mai 2022 wurde Richtfest gefeiert und ab dem Wintersemester 2024/25 soll der Neubau insgesamt ca. 150 Studierenden der Fachrichtung „Management der Biobranche“ als Lehrstätte dienen. Wie weit das Bauprojekt mittlerweile gediehen ist, wurde am Montagnachmittag bei einem Pressetermin vorgestellt.
Die weiße Fassade wird durch schmale Fenster mit Lamellenbeschattung und verfugte Klinkersteine geprägt. Das Erdgeschoss beherbergt vier Seminarräume, eine Bibliothek sowie einen Hörsaal mit ca. 100 Sitzplätzen. Das 295 Quadratmeter große Foyer mit Lichthof soll auch für diverse Veranstaltungen genutzt werden können. Weitere Seminar- und Gruppenräume sind im ersten Obergeschoss zu finden, im Dachgeschoss sind neben der Technik auch Büros und ein Konferenzraum untergebracht. Darüber hinaus lädt eine kleine Dachterrasse mit Blick zum Münster St. Johannes zum Relaxen ein. Das Innere des Gebäudes wurde bewusst „farblos“ gehalten – es dominieren Weiß- und Grautöne. Als Wärmequelle dienen Pellets.
Laut Aussage des ausführenden Architekturbüros Berschneider + Berschneider sind bisher rund 95 % der Gewerke ausgeschrieben und vergeben. Zwar gebe es Preissteigerungen, diese lägen jedoch unter dem Durchschnitt der „Kostenexplosionen“, mit denen Bauprojekte in den letzten zwei Jahren vielerorts zu kämpfen hatten. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf 21,1 Millionen Euro.















