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Hochzeitstorte mit Badenixen gefällig?

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Nicht jedes “Ja-Wort” wird in Kirche oder Standesamt gegeben

Wirklich?! “Wasserballett” soll ein Trauungsstrend für 2026 sein? Zumindest ergab das die Recherche für diesen Text… Einige Online-Artikel behaupten, es werde in den USA (und angeblich auch in Deutschland) immer beliebter, Synchronschwimmer als Showeinlage für eine Hochzeit zu verpflichten. Wir vermuten, die zuständigen Blog-Autoren und Internet-Redakteure haben etwas Derartiges auf einer Millionen-Dollar-Party eines Filmstars gesehen und stellen dies nun als vermeintlichen Trend für die Allgemeinheit dar. Dass Lischen Müller hierzulande bei ihrer Nicht-Promi-Hochzeit wirklich eine Busby-Berkeley-Nummer auf dem Dorfweiher abzieht, möchten wir ernsthaft bezweifeln! (Und wenn doch, schicken wir gern einen Wochenblatt-Fotografen vorbei…)

Wesentlich “realistischer” ist hingegen dieser Trend: Freie Trauungen werden beliebter! Immer mehr Paare möchten ihre Verbundenheit mit einer Zeremonie symbolisch unterstreichen, jedoch weder standesamtlich noch kirchlich heiraten. Bei freien Trauungen lassen sich Platz, Zeit und Ablauf sehr frei bestimmen. Lieblingsorte des Paares – vom See bis zum eigenen Schrebergarten – sowie Themen, welche die Partnerschaft prägen, können dabei eine wichtige Rolle spielen. Oft übernimmt ein freier Redner die Funktion von Geistlichen bzw. Standesbeamten – wichtig ist jedoch: Ein “Ja-Wort”, das im Rahmen einer freien Trauung fällt, mag die Verbindung von Menschen emotional auf ein neues Niveau heben, gesetzlich hat es jedoch keine bindende Wirkung. Die Zahl der freien Trauungen wird nicht statistisch erfasst, die Zahl der (gesetzlich wirksamen) Eheschließungen lag im Jahr 2024 bundesweit bei 249.200 – das ist der niedrigste Stand seit 1950.

Begriffe, die im Trend liegen

Das Online-Portal Pinterest, welches inspirierende Bilder zu verschiedenen Lebensbereichen bietet, analysiert jedes Jahr, wonach seine Nutzer gesucht haben. Im vergangenen Jahr wurden weltweit über 7 Milliarden hochzeitsbezogene Suchanfragen verzeichnet und mehr als 16,7 Milliarden Hochzeitsinspirationen gespeichert. Ein paar der auffälligen Trends: Verlobungsfotos, die nicht formell im Studio, sondern an vertrauten Alltagsorten entstehen. Die Farbpaletten für Hochzeiten reichen von natürlichen Tönen wie Pflaume oder Terrakotta bis hin zu strahlenden Akzenten in Chrom- oder Opalästhetik. Unter den “gesuchten” Orten für eine Trauung finden sich immer öfter Locations wie “Jazzclub”, “Glasgewächshaus” oder “Berghütte”. Und: Insbesondere Paare der “Gen Z” sind auf der Suche nach alternativen Brautmoden, zu den oftgenannten Begriffen zählen “roter Schleier”, “Gothic Hochzeitskleid” oder “Bodychain Ketten” als Körperschmuck.

Aus diesen und anderen Analysen lässt sich vor allem eines herauslesen: Der Trend geht zu Trauungen, welche den persönlichen Stil der Heiratenden noch stärker als früher berücksichtigen und in vielen Facetten inszenieren – von der Gestaltung der Einladungskarten über die Musikauswahl bis zur Garderobe.

Foto: moodboard-123RF.com

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