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Donnerstag, 18 Juli 2024
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Übersehene Komplexität auf kleinem Raum

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Knospen

Nach jedem Winter entfalten sie sich aufs Neue und bringen neue Sprosse, Blätter und Blüten hervor: Knospen. Doch was genau versteckt sich in so einer Knospe und wozu wird sie eigentlich gebildet?

Ausdauernde Pflanzen, die bei uns in den gemäßigten Zonen wachsen, besitzen kleine oder große, längliche und manchmal kugelrunde Knospen, die auch Augen genannt werden. In der Funktion, Größe, Farbe und Form von Knospen gibt es einige Unterschiede. So gibt es Blatt-, Blüten und gemischte Knospen, End-, Achsel- und Seitenknospen, Bereicherungs- und Erneuerungsknospen und sogar schlafende Knospen. Der Vielfalt und Schönheit scheinen hier keine Grenzen gesetzt zu sein. Die Gemeinsamkeit ist, dass eine Knospe immer einen embryonalen Spross darstellt, der sich im Ruhezustand befindet. Dieser ist umgeben von den sogenannten Knospenschuppen, welche die inneren Blattanlagen vor Trockenheit und Frost schützen. Diese können bereift, hart oder pelzig und mit klebrigen Harz versehen sein. Manche Pflanzenarten bilden Knospen ohne Knospenschuppen, dann spricht man von „nackten Knospen“. Hier tritt an die Stelle der schützenden Schüppchen ein umgewandeltes Blatt mit dichtem Haarkleid, wie beispielsweise beim Wolligen Schneeball.

Die Knospen werden während des Sommers gebildet, ruhen den Winter über und treiben dann im Frühjahr aus. Alle benötigten Anlagen für einen neuen Spross, Blätter oder Blüten sind darin bereits enthalten. Blattknospen besitzen dabei die Anlage eines beblätterten Sprosses. Blütenknospen, die meist von größerer und kugeliger Gestalt sind, enthalten dementsprechend die noch unentfaltete Blüte und eine gemischte Knospe, auch als Tragknospe bezeichnet, entfaltet einen blütentragenden Spross.

Wachstumshormone wie die sogenannten Gibberelline, die durch einen Kältereiz aktiviert werden, bewirken zusammen mit dem Temperaturanstieg im Frühjahr sowie der zunehmenden Tageslänge, dass die Knospen sich entfalten und sich von einem unscheinbaren Anhängsel zu Blättern und Blüten verwandeln. Doch nicht alle Knospen treiben auch wirklich aus, die Pflanzen haben ein ausgeklügeltes System entwickelt und stoppen die Entwicklung mancher dieser Augen über einige oder sogar 100 Jahre. Diese „schlafenden Knospen“ sitzen meist etwas versteckt unter der Rinde und treiben erst aus, wenn beispielsweise ein nebenliegender Ast abgeschnitten wird, der dann durch den sich entfaltenden Spross ersetzt wird.

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