Vom ersten Ton zum gemeinsamen Gesang
Einmal gemeinsam singen, ganz ohne Aufnahmeprüfung oder langfristige Verpflichtung: Mit diesem Gedanken entstand der Projekt-Chor der Innehalten-Wochen. Fast 80 Menschen fanden sich dafür zusammen – erfahrene Sänger ebenso wie Neugierige, die zum ersten Mal Chorluft schnuppern. Mit derart großem Zuspruch hatte das Organisationsteam mit Beate Huber-Beck und Johann Beck an der Spitze nicht gerechnet.
Notenblätter rascheln, jemand räuspert sich, hier und da ein Lachen. Chorleiter Christian Brandl bleibt gelassen. „Nochmal, ganz entspannt“ sagt er und gibt den Ton an und schon wird gemeinsam gesummt und ausprobiert. „Tief einatmen, kurz die Luft anhalten und ausatmen. Dabei den Hals lockerlassen und fünfmal das ´F´ pusten“. Der 31-Jährige mit kirchenmusikalischer Ausbildung versteht es, die Chormitglieder zu motivieren.
Klang trifft Stille
Was hier passiert, ist eher ein vorsichtiges Herantasten als eine strenge Probe und hat kein langes Vorspiel: Nur ein paar Wochen wird geübt, bereits am 31. Juli steht der Chor um 18 Uhr in der Kirche Maria Hilf in Freystadt auf der Bühne. „Sound and Silence“ lautet das Motto – und genau darum geht es: Um Singen und Innehalten, um die Verbindung zwischen Klang und Pause. Das Konzert bildet den Abschluss der Innehalten-Wochen. Der Eintritt ist frei, Spenden kommen der Bürgerstiftung Neumarkt zugute und bleiben somit in der Region.
Sieben bekannte Melodien, darunter „Let it Be“, „Amazing Grace“ und „The Sound of Silence“, bietet das rund einstündige Programm. Vierstimmig mit Sopran, Alt, Tenor und Bass füllt der Chor die Kirche mit Musik. Zwischen den Liedern entsteht immer wieder das, was im Alltag oft fehlt: Stille, Momente zum Durchatmen, zum Nachdenken, zum Innehalten.

















