Kölscher Rock funktioniert auch in der Oberpfalz
Schon beim Betreten des Steinbruchs in Burglengenfeld war eine besondere Spannung zu spüren. Die einzigartige Felskulisse bot den perfekten Rahmen für einen außergewöhnlichen Open-Air-Abend. Auf Einladung des Veranstalters Arthur Theisinger machte die Kölner Kultband BAP hier mit einem Warm-up-Konzert Halt – und zwar als Einstimmung auf das 50-jährige Bühnenjubiläum, welches bald in größerem Rahmen in Nordrhein-Westfalen gefeiert wird.
Von der ersten Minute an war die Leidenschaft der Bandmitglieder förmlich greifbar. Wolfgang Niedecken zeigte einmal mehr, warum BAP seit Jahrzehnten zur deutschen Rockelite zählt. Authentisch, nahbar und mit der Routine eines Profis begeisterte der Frontmann das Publikum. Mit Charme, kleinen Anekdoten und seiner unverwechselbaren Art schaffte es der 75-Jährige mühelos, die Fans in seinen Bann zu ziehen. Drei Stunden und zehn Minuten lang stand die Band ohne Unterbrechung auf der Bühne. Dass die Songs im “kölschen” Dialekt gesungen wurden, spielte dabei keine Rolle – auch in der Oberpfalz funktionieren sie. Die Fangemeinde ist textsicher. Und immer wieder war zu spüren, wie sehr auch die Musiker den Auftritt genossen.
Es war ein stimmiger Abend, der zeigte, dass die Band auch noch nach Jahrzehnten ihr Publikum mit der regionalen Mundart erreicht – auch fern der eigenen Heimat.















