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Volle Hallen statt Salznotstand

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Neumarkt hat den Winter schon auf dem Schirm

Während andernorts die Sorge wächst, nicht genug Streusalz eingekauft zu haben, kann Neumarkt dem Winter gelassen entgegensehen. Auf dem hiesigen Bauhof herrscht kein Grund zur Panik. Die Stadt hat rechtzeitig bestellt und ihre Lager längst gefüllt.

Dass sich vorausschauende Planung auszahlt, zeigt sich gleich doppelt: In zwei Hallen lagern inzwischen rund 2000 Tonnen Streusalz und 500 Tonnen Split. „Das Streusalz haben wir im Frühjahr noch für rund 80 Euro pro Tonne bekommen“, sagt Bauhofleiter Richard Willjung. Bundesweit gerät die Nachlieferung momentan ins Stocken, Niedrigwasser auf der Donau erschwert den Transport aus dem Ausland. „Wer jetzt nachbestellen muss, kann mit rund 25 Prozent Aufschlag rechnen.“ Mit den vorhandenen Vorräten sollte Neumarkt durch einen normalen Winter kommen. Dass es durchaus auch mal eng werden kann, zeigte sich 2010 – damals wurde das Streusalz knapp, doch der Bauhof hielt den Betrieb mit einem abgestuften Streuplan aufrecht.

Startklar im November

Der erste Wintereinbruch lässt erfahrungsgemäß bis Mitte November auf sich warten. Kurz vor Weihnachten gibt es dann häufig eine Verschnaufpause, ehe es im neuen Jahr wieder ernst wird. Dann zählt vor allem eins: Wenn um sieben Uhr der Berufsverkehr einsetzt und die Kinder auf dem Weg zur Schule sind, sollte der erste Räum- und Streudurchgang möglichst schon erledigt sein. Dafür stehen rund 60 Mitarbeiter bereit. Sie betreuen 350 Räumkilometer und sind im Schichtdienst täglich bis 20 Uhr im Einsatz. „Zu unserem Einsatzgebiet gehört auch die Treppe zum Mariahilfberg“, ergänzt Willjung. Während die Straßen mit Streusalz verkehrssicher gemacht werden, kommt auf den Rad- und Gehwegen Split zum Einsatz. Als fahrradfreundliche Kommune hat sich Neumarkt zum Ziel gesetzt, im Winter auch für Radfahrer möglichst sichere Bedingungen zu schaffen. Auch technisch ist der Bauhof gerüstet: Mit vier Lastwagen, vier Unimog, zehn Geräteträgern und fünf Pritschenwagen geht es Schnee und Eis an den Kragen.

Neumarkt ist für den kommenden Winter bestens gewappnet.

Foto: Susanne Weigl

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