Rossmarkt-Besucher brauchten ein „dickes Fell“
„Trifft sich in Berching manches Pferd, der Winter noch mal aufbegehrt.“ Das ist zwar keine offizielle Bauernregel, durchaus aber eine zutreffende. Sehr oft fand in den vergangenen Jahrzehnten der Berchinger Rossmarkt bei knackigen Minustemperaturen statt – auch wenn sich die kühle Jahreszeit davor eher von ihrer milden Seite gezeigt hatte. Am Mittwoch letzter Woche traf dieser Spruch wieder zu: Erneut genossen mehrere tausend Besucher die Traditionsveranstaltung, die meisten von ihnen zu Recht dick eingepackt.
Der große Pferdeauftrieb, bei dem sowohl zierliche Ponys als auch stämmige Kaltblüter durch in die Innenstadt zogen, lockte mit zahlreichen Hinkuckern – von aufwändig geschmückten Tieren über stolze Fahnenträger bis zum Reiter, der auf zwei Pferderücken balancierte. Während der Besuch beim Markt für viele Rosserer ein Pflichttermin ist, gehen die Wurzeln der Veranstaltung auf eine wirkliche Pflicht zurück: Vor Jahrhunderten mussten Pferdebesitzer ihre Tiere zur Gesundheitsbeschau regelmäßig in die Stadt bringen.
Die Pause zwischen der kommentierten Huf-Parade und der politischen Kundgebung nutzten die Besucher für Streicheleinheiten mit den tierischen „Stars“ der Veranstaltung oder gönnten sich heiße Rosswurst sowie andere wärmende Produkte an den Marktständen und in den örtlichen Gastrobetrieben. Unter hoher Polizeipräsenz zog schließlich Dr. Markus Söder durch die Menge zur Bühne. In seiner Rede thematisierte er unter anderem die Migrationspolitik und kritisierte Gendern in seinen vielen Facetten. Für den bayerischen Ministerpräsidenten war dies der 5. Besuch beim Rossmarkt. Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Finanzminister Albert Füracker gehörten zur politischen Prominenz, die sich beim „größten Wintervolksfest Bayerns“ zeigte.














