Gesund beginnt im Mund

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Professionelle Zahnreinigung

Wieder einmal wurde Deutschland “auf den Zahn gefühlt” – für die 6. Auflage der Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS), welche im April 2026 veröffentlicht wurde. Seit 1989 wird sie regelmäßig erstellt und liefert u.a. Daten darüber, wie häufig orale Erkrankungen auftreten, wie Menschen ihre Zähne pflegen und wie die zahnmedizinische Versorgung in Deutschland aussieht. Die Studie ist laut den Verantwortlichen bundesweit repräsentativ.

Über alle Altersgruppen wurde im Rahmen der Studie festgestellt, dass auch nach dem bestmöglichen Zähneputzen noch ein bedeutsamer Anteil der Zahnflächen bakterielle Beläge (sogenannten Biofilm) aufwies. Wenn eine professionelle Zahnreinigung (PZR) regelmäßig in Anspruch genommen wird, verbessern sich die Ergebnisse hingegen erkennbar. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung betont: Auch die vorbildlichste Zahnpflege kann auf diese Weise unterstützt werden. PZR bieten viele Zahnarztpraxen an, sie beinhaltet das Entfernen von Plaque, Zahnstein und Verfärbungen sowie das abschließende Glätten der Oberflächen.

In der Regel wird die PZR von speziell geschultem Personal wie z.B. Prophylaxeassistenten oder Dentalhygienikern mit speziellem Equipment durchgeführt. Handinstrumente oder Schall- bzw. Ultraschallgeräte dienen der Zahnsteinentfernung, für Plaquebeseitigung und die Glättung werden Prophylaxegummis und rotierende Bürsten verwendet. Sofern Luft-Pulver-Wasser-Strahlgeräte zum Einsatz kommen, kann die komplette Zahnreinigung in einem Arbeitsgang erfolgen. Fluoridpräparate in Gel- oder Lackform sorgen abschließend dafür, dass geschädigte Areale remineralisiert werden, die Bildung von Fluoriddepots für den Kariesschutz wird angeregt.

Mehr als eine ästhetische Maßnahme

Nach einer fachgerechten PZR fühlen sich die Zähne nicht nur glatt an, sondern sehen auch besonders frisch und sauber aus. Dennoch handelt es sich nicht nur um eine ästhetische Maßnahme, sondern um eine Investition in die längerfristige Zahngesundheit. Bereits in den 1970er Jahren wurden Langzeitstudien in Schweden gestartet, welche über drei Jahrzehnte zeigten, dass sich mit einem Prophylaxeprogramm mit der PZR als Kernleistung Karies und Parodontitis bei den meisten Menschen fast vollständig vermeiden lassen, so die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung. Wichtig sei dabei, dass sich die Maßnahme in ihrer Häufigkeit und Intensität individuell am Patienten orientiere. Bei einem hohen Karies- oder Parodontitis-Risiko werden kürzere Intervalle als ein- bis zweimal jährlich empfohlen.

Die Kosten für eine PZR können variieren und sind vom tatsächlichen Zustand der Zähne abhängig. Einige Krankenkassen zahlen einen freiwilligen Zuschuss für Zahnreinigungen, Zusatzversicherungen übernehmen (abhängig vom Tarif) bis zu 100 Prozent der Kosten.

Foto: adiruch_123RF.com

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Auch vorbildlich eingesetzte Zahnbürsten verhindern Beläge nicht hundertprozentig.

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