Heiterer Ausklang ohne Knalleffekt
Zum Finale gab es noch einmal ordentlich Pferdestärken. Die traditionelle Pferde- und Fohlenschau lockte am Montag erneut zahlreiche Besucher hinter die Kleine Jurahalle und war das letzte große Highlight im Programmkalender des Neumarkter Jura-Volksfestes. Rösser unterschiedlichster Rassen, Altersklassen und Größen galoppierten rasant durch den Parcours oder drehten im Schritttempo gemächlich ihre Runden – viele davon zogen prächtig geschmückte Kutschen.
Den Auftakt machten das Jagdhornbläser-Ensemble und die „Prominenten-Kutsche“. Danach wechselten sich Brauereiwagen, Kaltblut-, Warmblut- und Haflinger-Kutschen sowie verschiedene Einzelpferde ab. Für reichlich Schmunzeln sorgten das Pony-Kampfwagenrennen und der Auftritt von Familie Egetemeyer aus Baden-Württemberg mit ihren „fliegenden Sesseln“. Doch nicht alles verlief nach Plan: Ein Gespann unterschätzte die Kurve und kippte um.
Peter Lerch führte gewohnt unterhaltsam durch den Vormittag und versorgte das Publikum mit allerlei Wissenswertem rund um die Pferde. Ohne “Knalleffekt” ging am Montagabend das Fest dann zu Ende: Das Hochfeuerwerk, welches traditionell den Schlusspunkt setzt, wurde abgesagt.
Fazit zum Finale
Nicht nur Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn blickt zufrieden auf die elf Festtage zurück. Auch die Festwirtsfamilie Härteis zog eine durchaus positive Bilanz. „Die Stimmung war hervorragend und mit den Neuerungen beim Musik- und Unterhaltungsprogramm – unter anderem dem kostenlosen Tanzabend im Weinzelt – haben wir ins Schwarze getroffen.”
Neben zahlreichen Essensbuden sorgten Fahr- und Schaugeschäfte für den nötigen Nervenkitzel. „Mit Big Ben, Happy Coaster und XXL-Höhenrausch waren mehrere neue Attraktionen dabei“, sagt Britta Wunderle-Wittmann. Die Schaustellersprecherin achtete darauf, dass die Mischung stimmte und alle behördlichen Auflagen eingehalten wurden.
Heiße Tage, volle Abende
Während manche Besucher wegen der Hitze tagsüber lieber daheim oder im Freibad blieben, füllte sich der Festplatz in den Abendstunden zuverlässig. Bei lauen Temperaturen genossen die Menschen Geselligkeit und Volksfeststimmung. Besonders gut besucht waren der zweite Freitag und der abschließende Montag. Auch der Volksfestbus war wieder gefragt: Rund 3500 Fahrkarten wurden an den elf Festtagen verkauft – etwas weniger als im Vorjahr. Viele Besucher nutzten mit dem Zweirad eine besonders umweltfreundliche Anfahrtsmöglichkeit.
Fotos: Susanne Weigl

