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Machen wir es wie die Hasen

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Regionaler Genuss zum Osterfest

Fragen Sie mal einige Hasen, was sie als ihre Heimat betrachten – da können recht unterschiedliche Ergebnisse herauskommen. Für Feldhasen, die ihre Lebensräume prinzipiell in offenen Landschaften haben, wurden Reviergrößen zwischen 50 und 100 Hektar gemessen. Es gibt jedoch Artgenossen, welche sich auf das Leben in Wäldern verlegt haben – ihre Revierausmaße liegen laut neuen Forschungen aus Rheinland-Pfalz schon eher bei 400 Hektar. Generell gilt: Feldhasen lieben Abwechslung – je mehr Vielfalt sie an einem “Ort” finden, desto weniger dehnen sie üblicherweise ihren Lebensraum aus.

Fragen Sie mal einige Menschen, was sie als ihre Heimat betrachten – auch hier können recht unterschiedliche Interpretationen herauskommen, welche nicht selten von Empfindungen wie Zugehörigkeitsgefühl & Co. beeinflusst werden. Ähnliches gilt für den Begriff „Region“ – dieser wird in jedem Kopf unterschiedlich ausgelegt und ist nicht offiziell definiert oder rechtlich geschützt. Das wiederum erlaubt es Herstellern, „Regionalität“ als Verkaufsargument sehr frei ins Feld zu führen – Werbeaussagen wie „Aus der Region“ oder „Aus regionaler Erzeugung“ sind wohlklingend und vage zugleich.

Wer es dem Feldhasen gleichtun möchte und trotz kulinarischer Abwechslung sein (Einkaufs)Revier möglichst klein halten will, muss sich an Daten orientieren, welche tatsächliche Angaben zur Produktherkunft liefern. In gewissen Bereichen ist dies möglich: Bei verzehrfertigen gefärbten Eiern in Karton oder Schale müssen Mindesthaltbarkeitsdatum, Stückzahl und Name und Anschrift des Anbieters angegeben sein. Bei rohen Eiern lassen sich mit Hilfe des am Ei aufgedruckten Erzeugercodes das Bundesland sowie Betriebs- und Stallnummer des Legeortes feststellen. Für viele Fleischsorten gilt: Bei unverarbeitetem oder Hackfleisch muss das Etikett an der Verpackung den Ort von Aufzucht und Schlachtung angeben. Allerdings gibt es auch hier zahlreiche Ausnahmen. Bei frischem Fisch ist die Angabe des Fanggebietes verpflichtend, jedoch sind diese Gebietsangaben recht grob gefasst. Detailliertere Auskünfte können Hersteller auf freiwilliger Basis machen.

Bewusstes „regionales“ Einkaufen wird auch durch die Tatsache erschwert, dass viele Produkte hasenartig Haken schlagen. Sprich: Ein im Nachbarort „aufgewachsenes” Lebensmittel kann dennoch lange Wege vor sich haben, wenn die Verarbeitung in anderen Teilen der Republik oder gar im Ausland stattfindet. Eine gewisse Sicherheit bieten Waren mit “geschützter Ursprungsbezeichnung“ (g.U.). Diese werden auf EU-Ebene eingetragen und müssen auf allen Produktionsstufen in einem festgelegten Gebiet nach bestimmten Methoden erzeugt werden – dazu zählt z.B. Allgäuer Emmentaler. Bei einer „geschützten geografischen Angabe” muss nur eine Herstellungsstufe eines Produktes in der genannten Region erfolgen, die nötigen Rohstoffe dürfen von außerhalb stammen (Beispiel: Nürnberger Rostbratwurst).

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