Das Interesse an hochwertigem Zahnersatz steigt
Implantate sind für eine steigende Zahl von Menschen die erste Wahl, wenn ein Zahn „verlorengeht“. Nach Angaben führender Hersteller werden in Deutschland pro Jahr 1,3 Millionen künstliche Zahnwurzeln aus Titan oder Keramik implantiert. Das steigende Interesse an diesem Bereich schlägt sich auch in der wachsenden Zahl von Zahnzusatzversicherungen nieder: 612.000 Personen schlossen 2022 solche Policen ab, rund 18,4 Millionen Menschen verfügen in Deutschland bereits über eine entsprechende Versicherung.
Diese Entwicklungen und mögliche Perspektiven im Bereich der Implantologie wurden im vergangenen November in Dresden beim 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) thematisiert. Mit über 8700 Mitgliedern ist dies nach eigenen Angaben die größte wissenschaftliche Gesellschaft Europas auf diesem Gebiet. „Die wissenschaftlich gut fundierte Implantologie hat in der modernen Zahnmedizin einen hohen Stellenwert und unsere Therapiemöglichkeiten erweitert“, erklärte DGI-Präsident Prof. Dr. Florian Beuer. „Wir können unseren Patienten heute langlebige und ästhetisch ansprechende Lösungen anbieten, die maßgeblich zum Erhalt der Lebensqualität beitragen.“ Um die Qualitätsstandards sichern zu können und mit den Entwicklungen Schritt halten zu können, seien nicht nur hochwertige Fortbildungsangebote nötig, sondern auch neue Möglichkeiten für Zahnärztinnen und Zahnärzte, ihre Expertise den Patienten deutlich zu machen. Schon vor 26 Jahren brachte die Gesellschaft das erste bundesweite, strukturierte und zertifizierte Curriculum Implantologie auf den Weg.
Die Digitalisierung spielt auch im Bereich der Implantologie eine zunehmende Rolle. Virtuelle Behandlungsplanung oder 3D-Druck sorgen laut DGI dafür, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte eine Behandlung mit den individuellen Bedürfnissen und Wünschen der Patienten besser abstimmen können.


