Mitbringsel im Miniformat aus dem Automaten
Spiel, Spaß und Spannung – mit diesem Slogan wirbt normalerweise ein Süßwarenhersteller für sein schokoladiges Produkt. Für Spannung und Spaß sorgt aber auch das Projekt „Kunst ohne Filter“, welches heuer bereits sein „Zwölfjähriges“ feiert. Die Hauptattraktion ist ein ausgedienter und aufgepeppter Zigarettenautomat, der als „Kunstgeber“ für 5 Euro statt Päckchen mit Glimmstängeln und Warnhinweisen kleine Schachteln mit Kunstobjekten ausspuckt. Welcher Schatz darin versteckt ist, ist mitunter so geheim wie der Inhalt eines Überraschungseis. Niemand weiß genau, was er erhält – somit ist auch ein gewisses (Glücks-)Spiel-Element durchaus vorhanden.
Für die aktuelle Staffel gaben die beiden Initiatorinnen Nicola Thumann und Melanie Köhler am Samstagvormittag bei strahlendem Sonnenschein den Startschuss. Als Kooperationspartner wurde der Tourismusverband Neumarkt e.V. mit ins Boot geholt. Insgesamt zehn Künstler haben ihre Arbeiten im Miniaturformat zu diesem Projekt beigesteuert. Wer den ausgewiesenen Betrag in Münzen rechts oben in den Schlitz des hellblauen Automaten wirft, bekommt zudem Infos zum jeweiligen Künstler. Die ersten neugierigen Bürger ließen nicht lange auf sich warten. Innerhalb kürzester Zeit bildete sich eine Warteschlange, welche die Organisatoren veranlasste, rasch Nachschub zu ordern.

Dies steuern die Künstler bei:
Claudia Omonsky: Fotografien mit Motiven aus Landschaft und Natur
Julia Schwarzinger: Experimente mit Spachtelmasse
Renate Körner: Nautilusschale aus Verpackungsmaterial
Stefanie Stangl: Schlüssel in Monoprint-Technik
Briah Handa-Oakley: Digital-Illustrationen von vier Neumarkter Gebäuden
Thomas Kaufold: Kunst mit echten ukrainischen Briefmarken
Alexa Hecking: Bunte Collage auf Holz
Bernhard Schmidt: Kleinskulptur Holz-Stahl-Beton
Christian Badel: Japanischer Stempeldruck auf Karton
Schülerinnen der Mädchenrealschule: Inspirationen von Aquarellen















