wir stellen die Mikrowelle ins Wohnzimmer!
Zum offiziellen bundesweiten „Tag der Küche“ am 30. September servieren wir einige Fakten zur Nutzung jener Lokalität, die auch gerne nachts um Zwei wegen Heißhunger aufgesucht wird – nur um zu merken, dass sich die schmutzige Pfanne in der Spüle seit drei Tagen weigert, sich selbst zu reinigen.
In einer GFK-Studie von 2015 will man herausgefunden haben, dass Deutsche durchschnittlich fünfeinhalb Stunden pro Woche mit Kochen verbringen (von Profi-Köchen mal abgesehen). Damit liegen sie im internationalen Vergleich auf dem viertletzten Platz – Spitzenreiter ist Indien, wo man angeblich 13,2 Stunden pro Woche kocht. Ob man diese Zahlen angesichts der unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Strukturen wirklich in einen Topf werfen sollte, sei mal dahingestellt…
Die Corona-Pandemie hat der Welt dann ein besonderes Süppchen eingebrockt, wodurch laut einer österreichischen Studie die Menschen plötzlich bis zu 50 Prozent mehr Zeit in der Küche verbrachten – mit Kochen wohlgemerkt, nicht mit Videokonferenzen, Schulaufgaben oder Nervenzusammenbrüchen. Die temporären Schließungen der Gastronomie haben hier mit Sicherheit eine Rolle gespielt und so mancher lernte, dass die eigene Küche nicht nur geschmackvoll eingerichtet ist, sondern sich auch für Geschmackvolles nutzen lässt. Die neu entdeckte Leidenschaft für heimisches Tranchieren, Blanchieren und Garnieren ließ viele auch investieren: Die Küchenhersteller merkten dies 2020 an einem Umsatzplus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
In der eingangs erwähnten GFK-Studie gab übrigens rund ein Fünftel der deutschen Teilnehmer an, jeden Tag „nur aus Spaß“ zu kochen. Der Rest will vermutlich nur einfach nicht verhungern und geht mit minimalistisch-pragmatischen Zielen an den Herd – so kurz wie nötig, so schmackhaft wie möglich! Für Menschen gilt eben ähnlich wie für Lebensmittel: In der Küche halten sich nicht alle gleich lang…
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