Ein mehr als verdienter Erfolg
Nur einen Steinwurf vom Stadtpark und dem Museum Lothar Fischer entfernt liegt ein Ort, an dem man nicht nur lesen, sondern auch spielen, streamen, hören und staunen kann: die Neumarkter Stadtbibliothek. Vor mehr als fünfzig Jahren öffnete sie dort ihre Türen – ursprünglich vor allem für Freunde des gedruckten Wortes. Heute ist daraus ein Medienparadies geworden, in dem neben analogen auch zahlreiche digitale Angebote in den Regalen zu finden sind.
Dass die Neumarkter ihre Stadtbibliothek schätzen, lässt sich jetzt auch schwarz auf weiß belegen. Unter 18 vergleichbaren Bibliotheken in Bayern landete sie auf Platz eins. Ausschlaggebend war die Zahl der Ausleihen pro Einwohner, die Jurastadt belegt hier den Spitzenrang. „Fast jeder fünfte Neumarkter besitzt einen Mitgliedsausweis“, betont Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn. Um das Angebot attraktiv zu halten, wird auch investiert: Im vergangenen Jahr flossen 100.000 Euro in neue Medien.
Gefeiert wurde der Erfolg am vergangenen Samstag mit einem Programm für Groß und Klein rund um die beliebte Bilderbuchkuh Lieselotte, mit Aktionen, Spielen und sogar einem roten Teppich. Jeder war eingeladen, um zu Schmökern, Digitales zu entdecken oder einfach Leute zu treffen. Und wer abends noch nicht müde war, konnte bei der „Silent Disco“ mit DJ Spitz weiterfeiern.
Breites Angebot
Auf rund 3.000 Quadratmetern wartet in der Stadtbibliothek eine erstaunliche Sammlung von 70.000 Medien. Da fällt die Wahl nicht leicht: Soll es ein Krimi sein, ein eBook, eine DVD, ein “Tonie” mit Geschichten zum Hören oder doch lieber ein Gesellschaftsspiel für den nächsten Familienabend? Das Team hilft nicht nur bei der Suche, sondern gibt auch altersgerechte Empfehlungen.
“Die Mitgliedschaft bei uns kostet keinen Cent – es gibt keine versteckten Gebühren“, betonte Bibliotheksleiterin Friederike Ostermayer. Eine kostenfreie Ausleihe ist durchaus keine Selbstverständlichkeit – in vielen anderen Städten werden für Nutzer pauschale Jahresgebühren erhoben, meist im niedrigen zweistelligen Bereich. „Jeder soll die Möglichkeit haben, das Angebot zu nutzen“, ergänzte Stadträtin Franziska Hutzler. Und wie die nun veröffentlichten Zahlen zeigen, machen die Neumarkter von dieser Möglichkeit mehr als gerne Gebrauch.

Mit einem Gläschen Sekt stießen Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn (2.v.l.) und Stadträtin Franziska Hutzler (4.v.r.) zusammen mit dem Team auf den Erfolg an.

Foto: Susanne Weigl





















