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Freitag, 6 Februar 2026
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Ein Zuhause – am Anfang und nach dem Ende des Berufslebens

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Neue Studie zu Wohnungsbedarf in Bayern

„Etliche der rund 2.880 Azubis im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz wohnen noch bei ihren Eltern. Und das nicht immer ganz freiwillig. Denn eine eigene Wohnung können sie sich oft nicht leisten“, sagt Manfred Götz von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Das Wohnen werde gerade auch für Auszubildende mehr und mehr zum Problem. Das zeigt der aktuelle „Soziale Wohn-Monitor“ vom Pestel-Institut, den die Gewerkschaft IG BAU Oberpfalz mit in Auftrag gegeben hat. „Tragisch ist es, wenn ein Ausbildungsvertrag nicht zustande kommt, weil Jugendliche z.B. weder eine Wohnung noch ein WG-Zimmer in der Nähe des Ausbildungsbetriebs bezahlen können“, so Götz. Deshalb sollten der Bund und der Freistaat Bayern den Neubau von Azubi-Wohnungen unterstützen – vor allem im Umfeld von Ausbildungszentren. Dabei seien auch Steueranreize sinnvoll, wenn Betriebe dafür sorgen, dass ihre Auszubildenden ein Dach über dem Kopf bekommen. Probleme auf dem Wohnungsmarkt hätten auch Studierende. „Deshalb muss es auch in Universitätsstädten eine gezielte Förderung für den Neubau von Studi-Wohnungen geben“, so Götz.

Darüber hinaus warnt die IG BAU Oberpfalz vor „Wohnarmut im Alter“. Sie hat dabei die geburtenstarken Jahrgänge im Blick: rund 18.200 Baby-Boomer im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, die nach Berechnungen des Pestel-Instituts bis 2035 komplett in Rente sein werden. „Viele Baby-Boomer bekommen nur eine niedrige Rente, denn sie haben oft Phasen von Arbeitslosigkeit hinter sich. Außerdem haben sie ganz häufig auch für niedrige Löhne gearbeitet”, so Götz. In Folge würden sich etliche Rentner in spe ihre bisherige Wohnung kaum oder gar nicht mehr leisten können.

„Nur mehr günstiger Wohnraum sorgt für Druck auf die Mieten am Markt”, so Manfred Götz. Der „Soziale Wohn-Monitor“ nenne dabei als erste Zielmarke: In Bayern sollte es bis 2035 283.700 Sozialwohnungen geben, das entspricht 18.700 zusätzliche Wohnungen pro Jahr. Um diese Zielmarke zu erreichen, sei eine intensive Förderung durch den Bund und den Freistaat Bayern notwendig. Zudem müsse günstiger gebaut werden, dabei biete der Regelstandard „Erleichtertes Bauen“ eine ideale Lösung. „Es geht darum, einfacher zu bauen – und damit fürs gleiche Geld mehr Sozialwohnungen bauen zu können. Und das trotzdem in guter Qualität, mit niedrigen Instandhaltungskosten“, erläutert Manfred Götz.

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