Mit Anbaubalkonen Paradiese schaffen
Es ist noch gar nicht so lange her, als Balkone neben Haus-Terrassen und Privatgärten plötzlich massiv an Bedeutung gewannen – als Orte, die in Zeiten starker Beschränkungen frische Luft und “Tapetenwechselqualitäten” boten. Seitdem wurde in diesen Bereich verstärkt investiert, “Balkonien” wurde vielerorts saniert, botanisch und modisch aufgehübscht. Und so mancher, der bislang kein solches Outdoor-Refugium am Haus besaß, denkt an eine Nachrüstung. Technisch ist dies auf mehrere Arten realisierbar: Sofern es die Statik des Gebäudes zulässt, sind auch nachträgliche Installationen von selbsttragenden Balkonen möglich. Vielerorts wird jedoch auch auf Anbau-Modelle gesetzt, welche entweder mit zwei Säulen “unterstützen” oder die gesamte Konstruktion unabhängig auf vier (oder mehr) Stützen schultern. Im Handel werden hierfür teilweise Bezeichnungen wie “Anstellbalkone” oder “Vorstellbalkone” verwendet. Letztendlich bestimmt der Grad der Eigentragfähigkeit wie stark ggf. in die Substanz des bestehenden Gebäudes eingegriffen werden muss.
Anbaubalkone sind mit unterschiedlichsten Materialien realisierbar, die Vielfalt – von Holz über Stahl bis hin zu Glas oder Aluminium – erlaubt Konstruktionen und Kombinationen, welche zu den bestehenden Gebäuden passen oder diese ästhetisch sogar bereichern. Wer in diesen Bereich investiert, erweitert nicht nur die Wohnfläche, sondern steigert letztendlich den Wert der gesamten Immobilie – schon “vor Corona” war die Existenz eines Balkons für Kauf- oder Mietinteressierte nicht selten ein wichtiges Entscheidungskriterium.
Leider geht die nachträgliche Realisierung hierzulande nicht ohne “Papierkram” von statten. Die gute Nachricht ist jedoch: Wenn der Balkon eine gewisse Größe nicht überschreitet, sind oft vereinfachte Verfahren möglich, bei denen der Bau der Behörde angezeigt, aber nicht von ihr genehmigt werden muss. Hierzu gibt es in den Bundesländern unterschiedliche Vorschriften.
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