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Montag, 22 April 2024
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Weiter Proteste gegen Braunkohle am Tagebau – Thunberg dabei

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Inden/Neurath (dpa) – Klimaaktivisten haben an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen ihren Proteste gegen den Abbau von Braunkohle und den Abriss von Lützerath fortgesetzt. Erneut kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Unter anderem wurden ein Bagger sowie Schienen und Zufahrtsstraßen blockiert.

In der Nähe der inzwischen geräumten und zum Abriss vorgesehenen Ortschaft Lützerath versammelten sich mehrere Hundert Demonstranten. Darunter war auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Als sich nach Angaben der Polizei Menschen aus der Demonstration heraus lösten und in Richtung des Tagebaus Garzweiler aufmachten, setzte die Polizei Schlagstöcke, Pfefferspray und Beamte auf Pferden ein. Lützerath selbst war in den vergangenen Tagen von der Polizei geräumt worden und ist abgeriegelt. Auf selbstgemalten Transparenten forderten die Demonstranten: «Lützi bleibt!».

Nach der Demonstration gelangte nach Angaben des Energiekonzerns RWE eine Person in den Braunkohletagebau. «Das ist natürlich grob leichtsinnig, was der da macht», sagte ein RWE-Sprecher.

Klimaaktivistin Greta Thunberg nahm an einer Protestaktion nach der Räumung von Lützerath teil. Foto: Federico Gambarini/dpa

Zahlreiche dezentrale Aktionen

Im Braunkohletagebau Inden wurde ein Schaufelradbagger besetzt, der daraufhin zeitweise die Arbeit einstellen musste. Die Polizei Aachen sprach von 20 bis 30 beteiligten Aktivisten, ein Sprecher des Energiekonzerns RWE von 30 bis 40. Alle seien am Ende freiwillig vom Bagger geklettert, sagte ein Polizeisprecher.

In der Nähe von Rommerskirchen besetzte nach Polizei- und RWE-Angaben zudem eine Gruppe von etwa 120 Aktivisten die Kohle-Bahnschienen zum Kraftwerk Neurath. Diejenigen, die sich geweigert hätten, die Gleise zu verlassen, seien weggetragen worden, berichtete der Polizeisprecher. «Hier fährt heute kein Kohlezug. Wir stellen uns der Zerstörung mit unseren Körpern in den Weg», twitterte das Bündnis «Ende Gelände».

Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion klebten sich in Düsseldorf am NRW-Innenministerium fest, später gingen sie freiwillig oder wurden von der Polizei entfernt. Am Landtag versammelten sich zudem rund 150 Demonstranten, die dann vor das NRW-Wirtschaftsministerium zogen.

Aktivisten besetzten auch zeitweise zwei Zufahrtsstraßen zum Tagebau Garzweiler. In Köln klebten sich Klimaaktivisten auf einer Straße fest und brachten damit den Berufsverkehr massiv ins Stocken.

Die Einsatzkräfte der Polizei hatten sich auf spontane, dezentrale Aktionen an vielen Orten eingerichtet. Das Aktionsbündnis «Lützerath Unräumbar», zu dem auch Gruppen von Fridays For Future und Letzte Generation gehören, hatte zu einem gemeinsamen Aktionstag aufgerufen.

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