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Mittwoch, 17 Juli 2024
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Ministerium: Bayerns Ankerzentren sind überfüllt

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München (dpa/lby) – Die Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber im Freistaat sind derzeit extrem ausgelastet. «Es wird echt eng», sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in München am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Wenn sich die Situation nicht ändere, werde der letzte Platz in den Wintermonaten belegt sein.

Demnach seien die sieben bayerischen Ankerzentren, in denen Asylsuchende zeitweise untergebracht werden, im Moment aufgrund der hohen Zugangszahlen bereits zu rund 108 Prozent ausgelastet. Aber auch die Anschlussunterbringungen sind schon zu 93 Prozent gefüllt, hieß es aus dem Innenministerium. Derzeit könnten noch weitere Asylbewerber aufgenommen werden, wenn die Menschen schnell aus den Anker-Zentren in Folgeunterkünfte umzögen. Die Regierungen und Kreisverwaltungsbehörden würden zudem daran arbeiten, neue Unterkünfte zu erwerben.

Hauptursache für die Auslastung sei der deutliche Anstieg der Asylbewerberzahlen, sagte die Sprecherin. Insgesamt haben sich die Zugangszahlen dem Ministerium zufolge im Vergleich zum vergangenen Jahr mehr als verfünffacht. In den Monaten Mai, Juni und Juli 2022 habe es in den bayerischen Ankerzentren einen durchschnittlichen monatlichen Zuzug von rund 5600 Menschen gegeben.

Die Ankerzentren gehen auf den ehemaligen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zurück. Ziel war es, die Asylverfahren in den Zentren zu beschleunigen und auch im Bedarfsfall auch Abschiebungen schneller durchsetzen zu können. Vor Ort sind unter anderem Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, der Bundesagentur für Arbeit, der Jugendämter, Justiz- und Ausländerbehörden tätig. Anker ist eine Abkürzung und steht für An(kunft), k(ommunale Verteilung), E(ntscheidung) und R(ückführung).

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