StartAus der RegionHeilpflanze mit Suchtpotential

Heilpflanze mit Suchtpotential

Schaufenster Neumarkt

-Anzeige-
Anzeige

Cannabis ist vielfältig einsetzbar

Cannabis ist eine sehr alte Heilpflanze, welche in der heutigen Zeit den meisten als Droge bzw. Rauschmittel bekannt ist. Geläufig sind auch alternative Bezeichnungen wie Marihuana, Haschisch oder Gras. Schon rund 700 v. Chr. haben sich Menschen die heilende Wirkung der Cannabispflanze auf verschiedene Arten zu Nutzen gemacht.

Die Teile der Cannabispflanze können auch zu nicht-medizinischen Zwecken verwendet werden – die Fasern der Stängel z.B. zur Papier- und Kleiderherstellung sowie zur Gebäudedämmung. Die Samen sind sehr gut als Vogelfutter oder dank ihrer Nährstoffe auch als Müslizusatz geeignet. Das Hanföl kann als Speiseöl verwendet werden, wird aber auch in Kosmetik, Ölfarben und Reinigungsmitteln untergemischt. Die Blüten und Blätter werden gerne zu Duftessenzen und Kräutertees verarbeitet.

Als Heilpflanze ist Cannabis vielfältig einsetzbar: Physische Probleme, welche damit bekämpft werden, sind zum Beispiel rheumatische Erkrankungen, Parkinson oder Migräne. Außerdem kann Cannabis Brechreiz dämpfen und wird als Schmerzmittel bei Gelenk- und Muskelproblemen eingesetzt.

Im Bereich der psychischen Krankheiten kommt es u.a. bei Schlafstörungen, Epilepsie sowie Angst- und depressiven Zuständen zum Einsatz. Eine 18 Wochen dauernde Studie zeigte: Der Konsum von Canabis ließ den Schweregrad der Depressionen im Lauf der Testphase in einigen Fällen über die Hälfte sinken.

Eine Besonderheit der Cannabispflanze ist die sogenannte „Zweihäusigkeit“ – die getrennte Geschlechtsverteilung. Das bedeutet: Es gibt rein männliche Pflanzen, an welchen die Pollenproduktion stattfindet, und rein weibliche Pflanzen, an denen die Fruchtbildung zu beobachten ist. Unterscheiden kann man die Pflanzen an den Stängeln, den Blättern und den Blüten. In der Medizin werden ausschließlich die Blüten und Blätter der weiblichen Pflanze verwendet, da nur sie die Cannabinoide mit ihrer heilenden Wirkung enthalten. Lediglich 5% aller Pflanzen weltweit sind zweihäusig.

Der Ursprung der Cannabispflanze lässt sich auf Zentralasien sowie Indien und Südost- Russland zurückführen. Experten vermuten, dass sie zuerst in Kasachstan entdeckt wurde. Über Indien und den Nahen Osten kam Cannabis letztendlich nach Europa und Amerika. Angebaut wird es mittlerweile auf der ganzen Welt, die bedeutendsten Anbaugebiete sind in Afrika, Mittel- und Südamerika und immer noch im Mittleren und Nahen Osten sowie in Süd- und Südostasien.

Text: Elena Schmalzl, Bundesfreiwillige am Landratsamt Neumarkt

[td_block_social_counter facebook="wochenblattneumarkt" style="" tdc_css="eyJhbGwiOnsiZGlzcGxheSI6IiJ9LCJwb3J0cmFpdCI6eyJtYXJnaW4tYm90dG9tIjoiMzAiLCJkaXNwbGF5IjoiIn0sInBvcnRyYWl0X21heF93aWR0aCI6MTAxOCwicG9ydHJhaXRfbWluX3dpZHRoIjo3Njh9" block_template_id="td_block_template_8" custom_title="Gib uns ein "Gefällt mir" auf Facebook und bleibe informiert" border_color="#aa2926" f_header_font_transform="uppercase"]

-Anzeigen-

Bleiben Sie informiert mit unserem Newsletter

Der Wochenblatt Neumarkt Newsletter informiert Sie einmal in der Woche über aktuelle Nachrichten aus der Stadt- und dem Landkreis Neumarkt. Verpassen Sie keine Sonderangebote, Geschäftseröffnungen und vieles mehr.

Aktuelle Nachrichten

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren