Autarkie und Flexibilität sind Trumpf
Bis vergangenen Sonntag fand in Stuttgart die CMT statt, welche als eine der größten Messen im Freizeit- und Tourismusbereich gilt und früh im Jahr einen Blick auf Neuheiten im Camping- und Caravaning-Sektor bietet. In den Messehallen, aber auch andernorts sahen Branchenkenner Trends, welche Entwicklungen der letzten Jahre in 2026 fortführen werden. Hierzu gehört zum Beispiel das Streben nach mehr Unabhängigkeit: Energieerzeugung auf dem Fahrzeug oder Anhängerdach, der “Stromspeicher” zum Mitnehmen, Trenntoi-letten & Co. – Equipment, welches fern von der Infrastruktur auf Campingplätzen tagelange Autarkie ermöglicht, gerät noch mehr in den Fokus.
In vielen Segmenten wird auch verstärkt auf Luft gesetzt – und zwar als Ersatz für Stangen & Co. Die aufblasbare Bleibe – sei es als freistehendes Zelt oder als Dachaufbau auf einem Fahrzeug – erfreut sich steigender Beliebtheit. Innerhalb weniger Minuten sorgt der Kompressor für einen Schlafplatz.
Die Frage, wie Platz innerhalb eines Campingfahrzeugs genutzt wird, beschäftigt auch einige Hersteller: Auf der CMT ließen sich Beispiele für Flexibilität beobachten, bei denen z.B. das komplette Bad in Form einer “Zelle” im Raum verschoben werden kann und so mehr Platz für Sitzgruppe oder Bett freigibt.
Die ebenfalls vor Ort vorgestellte Jahresbilanz 2025 des Caravaning Industrie Verbands wies einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr auf: 94.134 Freizeitfahrzeuge wurden über alle Segmente neu zugelassen, wobei der Caravaning-Bereich den spürbarsten Rückgang erlebt – hier gab es eine Verschiebung zu gebrauchten Modellen. Insgesamt sprechen Marktbeobachter aktuell von einer Phase, in der Hersteller ihre in den jüngsten Boomjahren erhöhte Produktion wieder leicht herunterfahren. Teilweise werden Überkapazitäten abgebaut, wodurch Interessierte durchaus auch günstige Modelle finden können.

















