Blaulicht, Zahlen und Fakten
Wenn mehr als 400 Feuerwehrkommandanten zusammenkommen, wird klar: Das ist keine „Trockenübung“, sondern hier schlägt das Herz des Ehrenamts. Bei der Jahresversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes wurde am Dienstagabend Bilanz gezogen, der Blick in die Zukunft gerichtet und ganz nebenbei auch gezeigt, wie lebendig Feuerwehr sein kann.
Gleich zu Beginn präsentierte Kreisbrandrat Jürgen Kohl die Zahlen: 153 Mitgliedswehren gehören dem Verband an. Insgesamt 7.676 Aktive sorgen für die Sicherheit im Landkreis Neumarkt, darunter 1.358 Frauen. Und Nachwuchs ist auch in Sicht: Knapp 2.000 Jugendliche engagieren sich derzeit bei der Jugendfeuerwehr.
Wie gefordert die Kameraden sind, zeigt ein Blick auf das Einsatzgeschehen: Mehr als 3.200 Einsätze im Jahr 2025 belegen das enorme Engagement. 741 Brände, 1.932 technische Hilfeleistungen, 89 ABC-Einsätze, 75 Sicherheitswachen und 402 sonstige Einsätze summierten sich auf rund 42.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit.
Fortbildung
Wer rastet, der rostet: Diesem Motto folgt auch die Ausbildung im Landkreis. 20 verschiedene Lehrgangsarten sind im Angebot – vom Atemschutz über die Absturzsicherung bis hin zum Maschinistenlehrgang. Neu ist das Format zur Vegetationsbrandbekämpfung. Dass der Fortschritt längst in den Feuerwachen Einzug hält, zeigt der Umstieg auf die digitale Alarmierung: 15 Kommunen haben ihre Sirenen bereits auf die neue Technik umgestellt.
Ein fester Bestandteil der Versammlung ist zudem die Würdigung langjähriger Treue. Verliehen wurden die staatlichen Ehrenzeichen für 25, 40 und 50 Jahre Dienst. Tanja Keller und Daniel Gottschalk erhielten das Ehrenkreuz in Silber, Ludwig Kerschensteiner aus Deinschwang das Ehrenkreuz in Gold.
Auch der Blick nach vorn kam nicht zu kurz. Zwischen Mai und Juli stehen neun Feuerwehrfeste an. Den Auftakt macht die FF Pruppach, den Abschluss die FF Pilsach. Zudem wird am 3. Mai der Florianstag in Sengenthal gefeiert.

