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Dienstag, 3 März 2026

Neues Jahr, neuer Biss

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Festzuschüsse für Zahnersatz wurden erhöht

Bei der regelmäßigen Kontrolle der Zähne sind Patienten seit den 1980er Jahren üblicherweise aufgefordert, ein kleines “Bonusheftchen” mitzubringen, in dem jede der jährlichen Routineuntersuchungen dokumentiert wird. Hintergrund: Werden irgendwann Zahnbehandlungen fällig, für die der Patient selbst zahlen muss, ist der Zeitraum, in der lückenlose Kontrollen nachweisbar sind, ausschlaggebend für die jeweiligen Zuzahlungen seitens der Krankenkasse.

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Ab “fünf Jahren aufwärts” beteiligen sich gesetzliche Krankenversicherungen mit 70 Prozent Festzuschuss, für Zeiträume darunter gibt es 60 Prozent. Wurden im Bonusheft 10 oder mehr Jahre lückenlos “abgestempelt”, gibt es 75 Prozent Festzuschuss. Die sogenannten Regelleistungen richten sich nach einer Tabelle von Befunden, die von einer Zahnlücke bis zu einem zahnlosen Kiefer reichen und dementsprechend unterschiedliche Behandlungen erforderlich machen. Wichtig: Die Krankenkassen zahlen die Festzuschüsse nur für die jeweils “einfachste” Maßnahme – wünscht ein Patient zum Beispiel ein hochwertigeres Material, muss er die Zusatzkosten selbst tragen.

Während die Maßnahmen in der obengenannten Tabelle im Volksmund gern pauschal als “Zahnersatz” bezeichnet werden, sieht der Katalog auch viele Fälle vor, in denen Zähne nicht komplett ersetzt werden. Viele Mediziner verfolgen den Ansatz, mit “erhaltungswürdigen” Zähnen zu arbeiten und nutzen soweit wie möglich noch gesunde Substanz, um darauf aufzubauen.

Die gute Nachricht: Anfang 2023 wurden die Festzuschüsse seitens der gesetzlichen Krankenkassen um rund 3,5 Prozent angehoben. Durch Inflation, Preissteigerungen & Co. müssen jedoch die Patienten unter dem Strich auch mehr auf den Tisch legen – beim Eigenanteil ist mit 5 bis 10 Prozent zu rechnen.

Gerade bei Implantaten & Co. können die Gesamtkosten schnell im dreistelligen Bereich liegen – selbst mit jahrelang ausgefülltem Bonusheftchen macht sich dann der Eigenanteil für Patienten spürbar im Portemonnaie bemerkbar. Sowohl in diesen Fällen als auch bei prophylaktischen Maßnahmen wie professio-nellen Zahnreinigungen können private Zahnzusatzversicherungen die finanzielle Belastung “abfedern”. Laut offiziellen Zahlen haben inzwischen fast 20 Millionen Bundesbürger eine solche Police abgeschlossen, auch im Landkreis Neumarkt hat geschätzt rund ein Viertel der Bevölkerung eine Zusatzversicherung. Hier lohnt sich jedoch der Blick ins Kleingedruckte – so unterscheiden sich die zahlreichen Anbieter nicht nur in der Höhe, mit der Maßnahmen bezuschusst werden, sondern haben z.B. auch altersbedingte Beitragssteigerungen oder eine Wartezeit nach dem Vertragsabschluss vorgesehen, in der noch keine Behandlungskosten übernommen werden.

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