Von den hohen Bergen ins Eigenheim
„Drunt´ im Tal“ braucht man im Grund nicht wirklich danach suchen: Die Zirbelkiefer (pinus cembra) bevorzugt Höhenlagen von 1500 bis 2000 Metern. Ihren Namen hat die recht seltene Kiefernart vermutlich vom mittelhochdeutschen Verb „zirben“ („drehen“/“wirbeln“), was sich auf die gedreht wirkende Form der Zapfen beziehen könnte. Gerade ältere Zirbelexemplare stehen oft „allein“ in den Wäldern, ihr uriges Aussehen verleiht ihnen nicht selten eine mystische Aura. In Bayern und Österreich ist sowohl die Bezeichnung „Zirben“ als auch „Zirbel“ gängig.
Die Galerie wurde nicht gefunden!Wo Zirbelkiefern wachsen, herrschen nicht selten extreme Witterungen – das macht das Holz des Baumes recht widerstandsfähig: Zirben halten Temperaturen bis über minus 40° Celsius aus und können bis zu 1000 Jahre alt werden. Ihr Holz wird als einziges Hartholz unter den Nadelbäumen bezeichnet. Es enthält ätherische Öle, welche jahrelang verströmt werden. Pinosylvin wird dabei eine bakterienhemmende Wirkung nachgesagt, Kleiderschränke aus Zirbenholz sollen zudem von Natur aus Motten abschrecken.

Bereits seit über 3000 Jahren werden Gebrauchsgegenstände wie z.B. Schalen und Löffel aus Zirbenholz gefertigt – gerade in der Möbelherstellung erfreut es sich großer Beliebtheit, unter anderem da es den Schlaf und die Herzfrequenz des Menschen positiv beeinflussen soll. Dafür können nicht nur aus dem Holz gefertigte Betten sorgen, sondern z.B. auch Kissen, welche mit Zirbenspänen gefüllt sind.

