Effizienter Einbruchschutz (nicht nur) in der dunklen Jahreszeit
Es wäre falsch, zu behaupten, dass Einbrecher bei Tageslicht gar nicht aktiv sein würden. Tatsächlich kommt ihnen Dunkelheit aber oft zur Hilfe, in mancherlei Hinsicht könnte man sie fast als „Komplizin“ der Täter sehen: Wenn zum Beispiel bei fortschreitender Dämmerung in einem Gebäude nirgendwo ein Licht angeschaltet wird, kann dies für Kriminelle ein Hinweis sein, dass die Bewohner nicht zu Hause sind. Die Eingangstür zum Keller, welche wegen fehlender Beleuchtung im Dunkeln liegt, eignet sich besser zum unentdeckten Eindringen als z.B. die Haustür direkt an der Straßenlaterne. Prinzipiell besteht effizienter Einbruchschutz aus vielen Komponenten – von Fenstern, Türen & Co. mit hohen Widerstandsklassen bis zu Anlagen zur elektronischen Überwachung des Objekts. Viele Elemente sind problemlos nachrüstbar – erst recht, wenn frühzeitig die Optionen geschaffen wurden.
Der Verbraucherschutzverein Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB) beispielsweise empfiehlt privaten Bauherren, sich möglichst frühzeitig zu sicherheitsrelevanten Aspekten beraten zu lassen. „Eine gute Haussicherung beginnt bereits bei der Planung eines Neubaus, eines Hauskaufs oder einer umfangreicheren Modernisierung“, sagt BSB-Pressesprecher Erik Stange. „Wer früh plant, kann Technik, Architektur und Nutzung optimal aufeinander abstimmen – das spart am Ende Geld und erhöht die Sicherheit.“ Das fängt bereits mit dem Grundstück an. Hohe Hecken und verwinkelte Gartenanlagen und Zugänge bieten Privatsphäre – leider auch für Langfinger, die sich gut „getarnt“ dem Haus annähern können. Bei Reihenhäusern gibt es mehr Nachbarschaftskontrolle als bei einzelnstehenden Immobilien auf großen Grundstücken. Lichtdurchflutete Zugänge, sichtbare Zuwege und offene, gut überwachte Außenbereiche sind für Einbrecher schlechter zugänglich. Außerdem lohnt sich z.B. die Installation von Leerrohren für smarte Daten‑ und Alarmtechnik im Neubau oder bei einer umfangreicheren Modernisierung – das erspart später teure Nachinstallationen. Zu baulichen Schwachstellen und geeigneten Schutzmaßnahmen empfiehlt es sich, neutrale Beratungsangebote für Haus- und Wohnungseigentümer einzuholen. Unter www.bsb-ev.de bietet der Verein weitere Infos und vermittelt Kontakte zu unabhängigen Bauherrenberatern. Staatliche Förderprogramme der KfW unterstützen sowohl die energetische Modernisierung als auch Einbruchschutzmaßnahmen – dazu zählen Förderungen für Türen, Fenster, Smarthome‑Systeme und Alarmtechnik.


