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Mittwoch, 4 März 2026
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Mehr Zuversicht statt Unsicherheit

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Die besten Wünsche zum Jahreswechsel

Wenn ein Mensch stirbt, hinterlässt dies oft eine emotionale Lücke im Kreis seiner Angehörigen. Inzwischen sind mit Todesfällen jedoch vielerorts auch räumliche Lücken verbunden – und zwar auf deutschen Friedhöfen. Wo früher zwischen Gräbern gerade mal genügend Platz zum Durchlaufen herrschte, tauchen nun immer öfter größere Brachflächen auf. Hier ist der seit einigen Jahren anhaltende Trend sichtbar, welcher weg von Erdbestattungen hin zu Feuerbestattungen geht – und Urnengräber brauchen prinzipiell weniger Platz auf den Friedhöfen.

„Diese Entwicklung wird sich auch noch fortsetzen“, meint Lorenz Häusler, welcher seit Jahrzehnten als Bestatter in der Region tätig ist. Diese Einschätzung teilt er auch mit seinen Söhnen. Noch stärker beschäftigt ihn jedoch ein Trend, den er seit rund zwei Jahren bemerkt: Eine wachsende wirtschaftliche bzw. politische Unsicherheit sowie vielerorts steigende Preise sorgen dafür, dass Angehörige beim Thema Bestattung aus Angst vor hohen Kosten dem Abschied von Verstorbenen nicht mehr genügend emotionalen Raum geben. „In jedes Trauergespräch fließt das inzwischen mit ein“, erzählt Häusler. „Natürlich ist die Frage nach Kosten gerechtfertigt, sie sollte den Schmerz aber nicht verdrängen“. Der Bestattungsunternehmer möchte auch in Zeiten der Unsicherheit als zuverlässiger Partner für Hinterbliebene auftreten. „Bei uns gibt es natürlich ebenfalls steigende Preise, wir haben diese aber nie 1 zu 1 weitergegeben wie andere Branchen oder Konzerne“. Und er ist überzeugt: Manchmal ist weniger mehr – es muss nicht immer der teuerste Sarg sein, auch ein günstigeres Modell kann mit einem geschmackvollen Blumenarrangement ebenfalls einen würdigen Rahmen für einen Abschied bieten.

Positiv empfinden die Häuslers die Tatsache, dass das Thema „Tod“ inzwischen weniger tabuisiert wird als früher – immer mehr Menschen machen sich bereits zu Lebzeiten nicht nur Gedanken über die Vermögensverteilung, sondern auch wie ihr „letzter Weg“ gestaltet werden soll. Über Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge lassen sich hier Details festlegen und die Finanzierung sichern – das nimmt Belastung von den Hinterbliebenen und gibt ihnen im besten Fall auch mehr Raum, um zu trauern.

Trotz aller Herausforderungen, welche das sich verändernde Bestattungswesen mit sich bringt, würde Lorenz Häusler sich keinen anderen Beruf wünschen. „Es gibt mir etwas, in solchen Momenten für Menschen da zu sein.“ Und dies sei auch nötig in einer Tätigkeit, die sich nicht an klassische Büroöffnungszeiten hält. In den vergangenen Jahrzehnten klingelte auch schon das ein oder andere Mal an Heiligabend oder an den darauffolgenden Festtagen das Telefon. „Man kann sich auf solche Momente nie vorbereiten – aber ich habe die nötige ‘Zufriedenheit’ mit meinem Beruf, um mich auch an diesen Tagen um einen Trauerfall bzw. Noteinsatz zu kümmern.“

Für das Jahr 2025 wünschen wir Ihnen Gesundheit, Gelassenheit und Wohlergehen. Der wichtigste Mensch sind Sie selbst.

Ihr Lorenz Häusler mit Söhnen Lorenz und Leonard

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