Stadt erinnert an Lizzy Aumeier
In direkter Nachbarschaft zum Neumarkter Reitstadel wurde am 20. Januar die Lizzy-Aumeier-Gasse offiziell eingeweiht – passenderweise an dem Tag, an dem die beliebte Kabarettistin ihren 62. Geburtstag gefeiert hätte. Die Stadt ehrt damit eine Künstlerin, welche weit über Neumarkt hinaus bekannt ist und ihr Publikum über viele Jahre mit Witz, Herz und vor allem Selbstironie begeisterte. Aumeier starb im Oktober 2024 und hinterlässt laut Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn „eine große Lücke in der Neumarkter Kulturlandschaft“.
Immer geradeheraus
Unverwechselbar waren ihre burschikose Art und ihr freches Mundwerk. Die diplomierte Kontrabassistin und Trägerin des Neumarkter Kulturpreises kokettierte bei ihren Live-Auftritten gern mit ihrem Gewicht und nahm nicht selten auch Ehemann Andreas Stock liebevoll aufs Korn. Die Titel ihrer Bühnenprogramme wie „Boxenluder“, „Freudenschmaus“ oder „Sex und Macht“ boten dem Publikum reichlich Diskussionsstoff und provozierten bewusst. Doch hinter der rauen Schale verbarg sich ein goldenes Herz: Aumeier engagierte sich für zahlreiche soziale Projekte, setzte sich unter anderem für den Tierschutz ein und war Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr in Sulzbürg.
Jetzt hat Elisabeth Anna (Lizzy) ihre eigene Gasse und man kann sicher sein: Zu dieser Auszeichnung fiele der selbsternannten Sexgöttin aus der Oberpfalz auch posthum garantiert noch eine passende Pointe ein.























