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Diskussionen am Drehspieß

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Ein “Döner-Talk” für politische Bildung

Es duftet nach frisch gegrilltem Fleisch, Stimmen mischen sich durcheinander und immer wieder wird gelacht. Freitagmittag. Nähe Klostertor. Zwischen Dönerpapier und Imbisstischen stehen Jugendliche in kleinen Gruppen zusammen und mittendrin einige jener Gesichter, die derzeit von Laternen und Plakatwänden herunterlächeln.

Der Anlass: Der Kreisjugendring (KjR) hatte zu seiner Aktion „Döner-Talk“ Kommunalpolitiker eingeladen – die Landratskandidaten aller Parteien außer der AfD sowie Vertreter der anderen Listenparteien waren erschienen. Hier gab es kein Podium, kein Rednerpult, keine langen Monologe – stattdessen direkten Meinungsaustausch auf Augenhöhe mit Wahlberechtigten “von morgen”.

Zahlreiche Schüler waren sicherlich in erster Linie wegen des „Spottpreises“ von drei Euro für den Döner gekommen – aber viele blieben auch wegen der Gespräche mit den Politikern. Die anfängliche Zurückhaltung wich nicht zuletzt wegen der entspannten Atmosphäre rasch lebhafter Neugier: „Was macht eigentlich ein Landrat?“ oder „Welchen Nutzen hat die Biotonne?“ Eingangsfragen wie diese führten zu weiteren Diskussionen über das geplante Berufsschulzentrum, den ÖPNV mit Schienenersatzverkehr, die Wehrpflicht sowie fehlende Treffpunkte in der Innenstadt. Man spürte: Hier ging es um das, was Heranwachsenden unter den Nägeln brennt und sie im Alltag unmittelbar betrifft.

Demokratie lernen
Mitorganisator Markus Ott zeigte sich beeindruckt von der Offenheit der Jugendlichen. Sie fragten nach Gebühren, nach Wegen zur Schule, nach Sport- und Freizeitmöglichkeiten – und auch danach, ob die Kandidaten wirklich „Bock auf das Amt des Landrats“ hätten und ob der Döner nicht dauerhaft für drei Euro zu haben sein könnte. „Unser erklärtes Ziel ist, Berührungsängste abzubauen“, sagt Ott. An diesem Freitag sei genau das gelungen. Der Döner war dank Zuschuss des Kreisjugendrings günstig und das Gespräch mit den Politikern “zwar kostenlos, aber nicht umsonst.” Am Ende äußerten Jugendliche das Gefühl, ernst genommen worden zu sein. Und bei den seit Montag laufenden (symbolischen) U18-Kommunalwahlen sind sie aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben.

Fotos:Susanne Weigl


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