ChatGPT, Copilot und ähnliche KI-Werkzeuge gehören inzwischen in vielen Betrieben zum Arbeitsalltag: etwa beim Formulieren von Angeboten, bei Kundenmails oder in Word und Outlook. Damit wächst auch die Frage, wie Mitarbeitende KI sicher und verantwortungsvoll einsetzen.
Artikel 4 der EU-KI-Verordnung verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz ihres Personals zu ergreifen. Eine bestimmte Schulung, ein festes Kompetenzniveau oder ein offizielles Zertifikat schreibt das Gesetz jedoch nicht vor. Entscheidend ist, welche KI-Werkzeuge im Betrieb eingesetzt werden, welche Aufgaben Mitarbeitende damit erledigen und welche Risiken dabei bestehen.
Genau hier setzt AI4Cert an. Das von Datentechnik Schwab aus Illschwang entwickelte Online-Angebot prüft KI-Kompetenz praxisnah und dokumentiert das Ergebnis für Mitarbeiter und Betrieb.
Nach der Anmeldung erhält jeder Teilnehmer einen persönlichen Zugang. Die Prüfung dauert rund eine Stunde und besteht aus zwei Teilen: 20 Fragen zum Grundwissen sowie drei Praxisaufgaben aus dem Arbeitsalltag. Die Teilnehmer formulieren selbst Anweisungen für eine KI, prüfen deren Antworten und verbessern sie bei Bedarf. Auch der sichere Umgang mit vertraulichen Angaben ist Bestandteil der Praxisaufgaben.
Nach bestandener Prüfung erhält jeder Mitarbeiter einen persönlichen Nachweis mit Prüfnummer. Der Betrieb erhält zusätzlich einen Sammelnachweis über die geprüften Mitarbeitenden. Die AI4Cert-Nachweise gelten zwölf Monate; danach ist eine erneute Prüfung vorgesehen. Fragen und Praxisaufgaben werden regelmäßig an aktuelle Entwicklungen rund um KI angepasst.
AI4Cert ist keine Schulung und kein amtliches Zertifikat. Das Angebot soll Betriebe dabei unterstützen, die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden nachvollziehbar festzuhalten und bei Bedarf belegen zu können.
Weitere Informationen
unter www.ai4cert.de

