Neukauf und Pflege von Holz für Garten & Terrasse
Nach dem kalten und schneereichen Winter sollten Holzelemente im Freien einem besonders kritischen Blick unterzogen werden – oft muss gepflegt, repariert und bei Bedarf neu investiert werden. Beim Kauf von Holzprodukten sollten Gartenliebhaber auf die Herkunft des Holzes achten: Zertifikate wie das PEFC- oder das FSC-Siegel weisen daraufhin, dass bei der Erzeugung gewisse ökologische, ökonomische und soziale Standards gelten. Teilweise gibt es an den Zertifizierungssystemen jedoch Kritik, u.a. wegen zu schwacher Kontrollen der Standards.
Terrassen
Terrassendielen aus Holz und Holzwerkstoffen sind in vielen Ausführungen erhältlich. Zur Reinigung reichen meist einfache Hilfsmittel aus, erläutert Florian Zeller, Referent Normung und Technik im Gesamtverband Deutscher Holzhandel: „Mehr als Wasser und Schrubber braucht es nicht, bei gröberen Verschmutzungen kann eine umweltverträgliche Seife verwendet werden.“ Von dem Einsatz
von Hochdruckreinigern ist ohne Fachwissen und die richtige Ausrüstung besser abzuraten, damit es keine Beschädigungen am Holz gibt. „Wer seine Holzterrasse regelmäßig abfegt und somit erst gar keine hartnäckigen Verschmutzungen entstehen lässt, kann auf eine Säuberung mit dem Hochdruckreiniger verzichten“, so Zeller.
Ein weiterer wichtiger Tipp: Holzdielen benötigen am besten rundherum Luft, Abdecken kann zu Schäden führen. Stehende Feuchtigkeit bildet einen Nährboden für Algen und Flechten. Deshalb ist es wichtig, Laub vom Holz regelmäßig zu entfernen. Einige Importhölzer oder Verbundwerkstoffe sind von Natur aus robuster, Dielen aus heimischen Hölzern sollten regelmäßig mit Ölen oder Lasuren gepflegt werden. So wird das Holz vor UV-Strahlung und eindringendem Wasser geschützt und behält sein natürliches, attraktives Erscheinungsbild. Terrassendielen aus Naturfaserverbundwerkstoffen sind weitgehend splitterfrei, das macht sie für Poolumrandungen, Terrassen und Balkone besonders beliebt.
Gartenmöbel
Auch Tische, Stühle und Bänke aus Holz verdienen Aufmerksamkeit. Zunächst sollten sie auf Stabilität geprüft werden: Sind Schrauben locker, Leimstellen beschädigt oder Latten gerissen? Leichte Verschmutzungen lassen sich meist mit warmem Wasser und milder Seife entfernen. Vergraute oder raue Oberflächen können vorsichtig angeschliffen werden. Eine anschließende Behandlung mit Holzöl oder Lasur verlängert die Lebensdauer.
Aufbauten & Co.
Elemente wie Zäune, Palisaden und Pergolas sollten auf Feuchtigkeitsschäden oder morsche Stellen überprüft werden – die Sicherheit für Benutzer von Wegen oder Sitzgruppen muss an erster Stelle stehen. Kleinere Schäden lassen sich oft reparieren. Ein regelmäßiger Schutz-Anstrich sorgt dafür, dass die für den Sicht-, Wind- oder Sonnenschutz gedachten Elemente nicht explizit den Blick des Betrachters durch ihre ästhetischen Makel auf sich ziehen.



