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Montag, 8 August 2022
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Wenn man für „persönliche Angelegenheiten“ Hilfe benötigt

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Ausbildung zum Professionellen Betreuer für Menschen mit Handicap

djd/UB

Rund 1,42 Millionen Deutsche sind derzeit auf eine professionelle Betreuung angewiesen – Menschen, die aufgrund einer geistigen oder körperlichen Einschränkung nicht mehr alle persönlichen Angelegenheiten, etwa in Sachen Finanzen und Gesundheit, selbst regeln können. Aufgrund des demografischen Wandels wächst der Bedarf an gut ausgebildetem Personal, welches den Betroffenen zur Seite stehen kann. So fordern sowohl Politik als auch die Verbände mehr Professionalisierung und einheitliche Qualitätsstandards in der sogenannten Berufsbetreuung. „Entmündigung und Vormundschaft muss raus aus den Köpfen“, betont etwa Peter Winterstein, Vorsitzender des Betreuungsgerichtstags e.V., Inklusion von Menschen mit Handicaps könne nur gelingen, wenn professionelle rechtliche Betreuer eine qualifizierte Ausbildung hätten.

Berufsbetreuer tragen große Verantwortung: Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem, sich von Beginn an ein authentisches Bild von den Lebensverhältnissen und den Wünschen der betreuten Person zu machen. Denn letztendlich müssen sie Menschen mit Handicap in gesetzlichen Dingen vertreten, dürfen jedoch dabei deren Selbstbestimmungsrecht nie aus den Augen lassen. Damit erfordert die Tätigkeit nicht nur umfangreiche rechtliche und kaufmännische, sondern vor allem auch soziale, medizinische und kommunikative Kenntnisse. Verschiedene Anbieter setzen in diesem Bereich auf Fernstudiengänge, die Hochschule in Wismar bietet zum Beispiel den staatlich anerkannten Abschluss „Bachelor Berufsbetreuer“ an. Mehr als 300 kaufmännische Angestellte, Pädagogen, Juristen sowie Alten- und Krankenpfleger haben sich seit 2017 in den Studiengang immatrikuliert. Sie werden auf die Gestaltung der Betreuungsprozesse sowie auf die Aufgaben als gerichtlich bestellte Betreuer vorbereitet. Die Inhalte werden dabei zu weiten Teilen in Online-Vorlesungen und in zwei integrierten Praxis-Semestern vermittelt.

Berufsbetreuer sind für gewöhnlich selbständig tätig und erwirtschaften kein fixes Einkommen. Die Verdienstmöglichkeiten hängen somit von der Auslastung ab, werden jedoch von Branchenexperten mit rund 30.000 bis 40.000 Euro im Jahr angegeben.

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