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Samstag, 20 August 2022
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Energiewende made in Neumarkt?

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Der SPD-Ortsverein stellte sein Konzept vor

Zufrieden mit der Besucherresonanz zeigte sich SPD-Ortsvereinsvorsitzender Matthias Sander nach der Veranstaltung im Johanneszentrum am Donnerstag vergangener Woche. Zwar hatten nach seiner Beobachtung neben interessierten Bürgern „nur“ Kommunalpolitiker der eigenen Partei und der „Freien Liste Zukunft“ (FLITZ) den Weg in den Saal gefunden, doch auf Stadträte anderer Couleur will der Ortsverein noch separat in den nächsten Wochen zugehen.

Wie bereits berichtet, hatte die örtliche SPD ein Energiekonzept erarbeitet, um zu zeigen, mit welchen konkreten Maßnahmen Neumarkt bis 2030 doppelt so viel Energie erzeugen kann wie zum aktuellen Zeitpunkt. Diese Steigerung ist auch notwendig, da Experten davon ausgehen, dass bis 2038 der Energiebedarf in Deutschland dreimal so hoch sein wird wie momentan. Wie die Jurastadt eine (noch) größere Vorreiterrolle bei der Vor-Ort-Produktion regenerativer Energien übernehmen und sich somit auch ein Stück weit unabhängiger machen kann, wird in dem Konzept erläutert – dieses wurde bei der erwähnten Veranstaltung vorgestellt.

„Wir hatten viele gute Zuschauerfragen“, resümiert Matthias Sander – kritisch hinterfragt wurde zum Beispiel die Idee, auf den Feldern rund um Neumarkt sogenannte Agri-Photovoltaikanlagen zu installieren. Dabei wird mit erhöht angebrachten Modulen „Sonne geerntet“, während die Flächen darunter weiterhin für die Landwirtschaft genutzt werden können. „Ein ähnliches Prinzip lässt sich aber natürlich auch auf Nicht-Agrarflächen realisieren“, so Sander, „man denke hier nur mal an öffentliche Parkplätze, welche mit Photovoltaiksystemen überdacht werden könnten.“ Zwei weitere wichtige Bestandteile des Konzeptes sind die Abschaffung der Flächenbegrenzungen für Solaranlagen auf Neumarkter Dächern und der Bau weiterer Windkraftanlagen.

Während das von Carsten Burkhardt erstellte Konzept die angedachten Maßnahmen mit zahlreichen Fakten und Zahlen begründet, ist jedes Element der „Neumarkter Stromwende“ mit ganz konkreten Forderungen verbunden, welche die SPD in nächster Zeit als Anträge in den Stadtrat einbringen möchte. Vorher gilt es aber, bei den politischen Mitbewerbern um Unterstützung zu bitten – gerade die Frage, ob auf den Dächern in der Neumarkter Altstadt Photovoltaikanlagen installiert werden dürfen, entzweite die Kommunalpolitiker bereits in den vergangenen Jahren und sorgte für „ablehnende“ Mehrheitsentscheidungen.

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