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Samstag, 24 Juli 2021
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Gefahren im Frühling

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Landwirtschaftlich genutzte Felder besser meiden

Dr. Uwe Romberger
Fachtierarzt für Kleintiere, Physikalische Therapie (Physiotherapie)

Die Tage werden länger und die Sonnenstrahlen gewinnen an Kraft. Wir Hundehalter freuen uns auf ausgedehnte Spaziergänge mit unseren geliebten Vierbeinern. Damit die Freude am Frühjahr ungetrübt bleibt, gilt es ein paar Gefahren zu kennen und zu beachten. Wenn wir in Wald und Flur unterwegs sind, müssen wir besonders an den Feldrainen achtgeben und die Felder selbst besser ganz meiden.

Zeitweise wird gerade im Frühjahr zum Düngen stinkende Gülle ausgebracht, welche die Hunde durch ihren Geruch stark anzieht. Es ist nicht nur so, dass die Hunde dann ebenfalls stark riechen, wenn sie über die frisch gedüngten Felder gelaufen sind. Die tierischen Exkremente enthalten krankmachende und teilweise tödliche Keime wie zum Beispiel Colibakterien und Sporenbildner. Es kommt jedes Jahr zum Tod von Hunden, welche mit Güllebestandteilen das hochgefährliche und absolut tödliche Botulinumtoxin aufnehmen, das von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet wird. Botulinumtoxin ist das stärkste Nervengift, das bekannt ist. Auch andere Clostridientoxine können schwerwiegende Erkrankungen hervorrufen und teilweise zum Tode führen.

Mancherorts werden ohne Warnung farbige Giftperlen gegen Schadnager und Schnecken (Schneckenkorn) ausgelegt, welche auch die Hunde gerne fressen. Dies bedeutet Lebensgefahr! Halten Sie zum Schutz Ihrer Lieblinge die Augen offen! Wenn Ihr Hund trotz aller Vorsicht doch etwas aufgenommen haben sollte, fahren Sie so schnell wie möglich zum Tierarzt und lassen Ihren Hund erbrechen, bevor das Gift seine Wirkung entfalten kann!

Nicht genug der Gefahren, auch Künstdünger und Spritzmittel gegen Unkraut und Schädlinge werden ausgebracht und bedeuten eine nicht unerhebliche Gefahr für unsere Vierbeiner. Diese Gifte verursachen meistens Durchfall und Erbrechen und die Tiere bedürfen einer intensiven, meist stationären Behandlung in einer Tierklinik. Vor allem die Spritzmittel sieht man nicht. Diese werden beim Grasfressen am Rand des Feldes von den Hunden aufgenommen – hier bedingt die Menge das Ausmaß der Vergiftung.

Im Wald und über unbehandelte Wiesen sind die schöneren und ungefährlicheren Spazierwege. An Feldrändern sollten Sie Ihren Hund an die kurze Leine nehmen und ihn an der feldabgewandten Seite gehen lassen. So können Sie sich mit Ihrem Hund unbeschwert am Frühling erfreuen!

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