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Samstag, 1 Oktober 2022
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Erst Bürsten, dann Kuscheln?

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Zahnpflege bei Hund & Katze

Isabel Marquart Tierphysiotherapeutin – Tiergesundheitszentrum Regensburg

Viele Hunde und Katzen neigen dazu, im Laufe ihres Lebens Zahnbelag zu bekommen – und dies oftmals schon in jungen Jahren. Der bräunliche Überzug entwickelt sich meist zu festem Zahnstein und bietet Bakterien die Möglichkeit, sich festzusetzten und auszubreiten. Dies hat nicht nur üblen Mundgeruch zur Folge, sondern stellt auch ein gesundheitliches Risiko für das Haustier und seinen Besitzer dar.

Beim Schmusen mit den Vierbeinern können die Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden und Infektionen hervorrufen. Bei Haustieren lösen sie Entzündungen des Zahnfleisches aus, greifen die Zahnwurzel an und führen zu starken Zahnschmerzen. Andauernde Infektionen können sogar die inneren Organe wie Herz, Leber und Nieren schädigen.

Um dies zu vermeiden, sollten Herrchen und Frauchen vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Bei Hunden können z.B. Kauartikel verwendet werden, welche die Zähne mechanisch reinigen. Empfehlenswert sind Kauwurzeln, die nicht splittern, oder Kauknochen aus Polyester. Bei Katzen ist es ratsam, zum Nassfutter auch immer etwas Trockenfutter anzubieten oder mit festen Leckerlies zu arbeiten, um den Mundraum von Nahrungsresten zu befreien. Die beste Zahnreinigung stellt allerdings, wie auch beim Menschen, das tägliche Zähneputzen dar. Mit speziellen Zahnbürsten oder Fingerlingen und einer Tierzahnpasta können die Zähne sauber gehalten und leichte Beläge entfernt werden. Im Optimalfall bringt man seinem vierbeinigen Liebling das Putzen schon als Welpe oder Kitten spielerisch bei. So wird es zur Selbstverständlichkeit und Veränderungen treten gar nicht erst auf oder können schnell behoben werden. Sollte sich das Haustier die Zähne nicht reinigen lassen, trotz Zahnpflege ein brauner Zahnbelag entstehen oder Symptome wie vermehrtes Speicheln und Fressunlust auftreten, empfiehlt sich eine Kontrolle beim Tierarzt. Eine Zahnsanierung in schonender Kurznarkose kann gegebenenfalls Abhilfe schaffen, dem Haustier wieder saubere Zähne verleihen und von Schmerzen befreien. Dann kann auch wieder innig gekuschelt werden!

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