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Dienstag, 17 Mai 2022
Start-Anzeige-Haus & Garten„Vuil heyft vuil!“ war gestern!

„Vuil heyft vuil!“ war gestern!

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Warum bedarfsgerechte Düngung auch im Hausgarten wichtig ist.

Um vital wachsen zu können, benötigen Pflanzen neben Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasser und Licht auch mineralische Nährelemente. Man unterscheiden dabei zwischen den Hauptnährelementen, wie Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium und Schwefel und weiteren sogenannten Spurennährelementen.

Laut Bayerischem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bewirtschaften rund zwei Millionen Hobbygärtnerinnen und -gärtner in Bayern circa 135.000 Hektar Gartenfläche. Eine nicht unerhebliche Fläche, die verdeutlicht, dass auch im Privatgartenbereich umweltschonendes Handeln von Bedeutung ist! Demnach sollten wir dem Thema „Bedarfsgerechte Düngung“ mehr Aufmerksamkeit schenken, denn das bedeutet Umwelt- und Ressourcenschutz, was sich am Beispiel des Phosphors aufzeigen lässt.

Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) empfiehlt alle 3 bis 5 Jahre Proben des Gartenbodens zu nehmen und zur Analyse in ein Labor zu schicken. Bei einer Standardbodenuntersuchung werden in der Regel Aussagen über den Phosphat-, Kalium- und Säuregehalt des Bodens getroffen. Zusätzlich können der Magnesium- und Humusgehalt (er gibt Aufschluss über die Nachlieferung von Stickstoff) bestimmt werden. Die Bodenanalysen zeigen, dass in über 80% der Gartenböden die Phosphatgehalte hoch bis sehr hoch sind. Sie würden oft jahre- bis jahrzehntelang ausreichen, sind aber aufgrund chemischer Verbindungen mit anderen Elementen nicht pflanzenverfügbar (Phosphor liegt nie als Reinelement vor). Das heißt, nicht das Vorhandensein im Boden, sondern die Pflanzenverfügbarkeit ist die große Herausforderung des Nährstoffes. Ein zu niedriger oder zu hoher Säuregehalt beispielsweise stärken diese chemischen Verbindungen. Aber auch andere Einflüsse, wie zu viel Trockenheit, Staunässe, Kälte oder Bodenverdichtung behindern die Phosphoraufnahme der Pflanzen. Die gute Nachricht dabei ist, Auswaschungen und große Schwankungen im Phosphorgehalt sind nicht der Fall. Die schlechte – und darum geht es hier – die Pflanzen kommen nicht an den Nährstoff ran! Nach einer Bodenanalyse wissen Sie, wie hoch die Phosphorwerte in Ihrem Gartenboden tatsächlich sind. Dies entscheidet darüber, ob Sie tatsächlich düngen müssen oder die Bodenbedingungen verändern sollten, sodass ein Lösen der phosphorhaltigen Verbindungen in das Bodenwasser stattfindet.

Die Phosphatvorkommen auf der Erde befinden sich vor allem in Nordafrika, China, USA und Russland. Jährlich werden weltweit rund 75 Millionen Tonnen Phosphatminerale abgebaut und zu Düngemittel verarbeitet. Die Vorkommen sind endlich und die Expertenmeinungen, wie lange wir noch mit diesen Vorräten auskommen, schwanken zwischen 50 und 130 Jahren. Unter diesen Gesichtspunkten macht es Sinn, die genauen Nährwerte des Bodens zu kennen und entsprechend zu handeln. Die Kreisfachberatung an den Landratsämtern sowie die LWG leistet dabei Hilfestellung.

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