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Mittwoch, 28 September 2022
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Neues pflanzen, Altes zerkleinern…

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Von der Gartenarbeit im Herbst profitiert nicht nur der Kompost längerfristig

Eine dunkle, nicht besonders angenehm riechende „Schlonze“ empfing mich, als ich vor rund zwei Wochen meinen Komposthaufen umsetzen wollte. Wieder einmal hatte ich im Laufe der letzten Monate einen Kardinalsfehler begangen: Den Kompost vor allem mit frisch gemähtem Rasen „gefüttert“, welcher zudem hin und wieder auch noch feucht war. Das Schnittgut füllt den Platz zwar zügig, bietet aber letztendlich keine Grundlage, damit die Kompostierprozesse wirklich optimal ablaufen können. Geschnittenes Gras verdichtet sich gerade in größeren Mengen schnell so, dass den arbeitenden Mikroorganismen der nötige Sauerstoff fehlt. Die Masse verfault dann eher, was für den erwähnten Geruch sorgt. Der eigentlich gewünschte Prozess wird im Kompost ausgebremst, wodurch dieser auch nach über einem Jahr oft nicht dazu taugt, in Beete & Co. eingearbeitet zu werden.

Das prinzipielle Problem: In vielen Gärten bildet gemähter Rasen in den Sommermonaten den Großteil des anfallenden Grünguts – sofern Dürre nicht das Wachstum massiv einschränkt. „Gut arbeitender“ Kompost benötigt laut Gartenexperten aber eine Mischung aus „Frischem-Grünen“ (z.B. Rasen) und „Trocken-Hölzernem“ (Zweige, Strauchschnitt, trockenes Laub, etc.). Und Letzteres fällt vor allem in den Herbstwochen an. Dann pflanzt zwar so mancher Hobbygärtner schon Neues, bei vielen steht aber erst mal Auslichten auf dem Programm – ab Oktober sind schließlich wieder mehr als „Formschnitte“ erlaubt. Mein Vorsatz für diese nun nahende Zeit: Ein Teil dessen, was dann von selbst von Sträuchern, Bäumen & Co. fällt oder mit der Schere abgeschnitten wird, soll zunächst auf einem separaten Haufen aufbewahrt werden, um es im nächsten Sommer mit dem anfallenden Rasenschnitt zu vermengen. Gerade Äste und Zweige können aufgrund ihrer groben Struktur für mehr Durchlüftung sorgen und sind – anders als Grasreste – zudem stickstoffarm. Womöglich schaffe ich es sogar, den alten Häcksler anzuwerfen, um größere Teile etwas zu zerkleinern. Das Problem ist nur: Während alle anderen maschinellen Gartenhelfer in den für sie vorgesehenen Jahreszeiten gerne aktiv sind, hält mein betagter Grüngut-Reißwolf eine Art Dauer-Winterschlaf, aus dem er sich nur sehr schwer wecken lässt…

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