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Dienstag, 17 Mai 2022
Start-Anzeige-Haus & Garten„Die letzten Arbeiten im Garten“

„Die letzten Arbeiten im Garten“

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Noch gibt es was zu tun

Ein Gärtner hat immer was zu tun. Das gilt auch für die letzten Tage des Jahres. Bei den Kapriolen, die das Wetter aufgrund der Klimaveränderung schlägt, gilt es besonders wachsam zu sein, um Frostschäden vorzubeugen.

Die Stämme der Obstbäume zeigen nur bei extremen Temperaturschwankungen Frostrisse. Diese treten besonders im Februar auf, wenn tagsüber die Sonne schon an Kraft gewinnt, die Nächte aber noch empfindlich kalt sind. Hier kann es vorkommen, dass die Stämme an der Rückseite gefroren sind. Von Süden erwärmt die Sonne den Stamm, wodurch Spannungen in der Rinde entstehen und diese aufreißen kann. Um dies zu verhindern, kann man Bretter an die Südseite des Stammes lehnen, oder die Stämme und die dickeren Äste im Dezember oder Januar mit einem Kalkanstrich versehen. Die weiße Farbe reflektiert die Sonnenstrahlen, dadurch können die Stämme sich nicht so sehr erwärmen. Zudem werden am Stamm die angesetzten Algen, Flechten und Pilze verätzt. Der Stamm wird schön glatt. Geeignete helle Baumanstriche kann man selbst herstellen oder im Handel erwerben.

Auch die Rosen sollten nochmals kontrolliert werden. Wichtig ist, dass bei Beet- und Strauchrosen die Veredelungsstelle tief genug im Boden versteckt ist. Gut fünf Zentimeter sollte diese unter der Oberkante Erde liegen, um gut geschützt zu sein. Frostempfindliche Sorten sollten zusätzlich einen „Sonnenschutz“ erhalten. Bei niedrigen Rosen kann man Fichtenzweige o.ä. um die Pflanzen stecken, Kletterrosen kann man mit einem Jutegewebe schützen. Damit wird die Sonneneinstrahlung gemindert, was ein zu frühes Austreiben der Pflanzen verhindert. Die frischen, noch zarten Triebe werden sonst gerne ein Opfer der Spätfröste im ausgehenden Winter.

Viel zu selten sieht man in den Gärten die Mispeln. Bei uns sind sie auch als „Haschperl“ bekannt. Sie sind attraktive Sträucher oder Kleinbäume aus der großen Rosenfamilie mit einer schönen Blüte im Mai, einer bezaubernden Herbstfärbung der Blätter und bräunlichen Früchten, die meistens jetzt noch an den Sträuchern hängen. Sie sind nicht nur schön anzuschauen, sondern man kann die Früchte auch verarbeiten. Sie sind allerdings erst genießbar, wenn sie durch den Frost teigig werden. Auch bei entsprechender Lagerung werden die Früchte weich. Die Früchte werden geviertelt und im Dampfentsafter erhitzt. Der so gewonnene Saft wird mit Gelierzucker eingekocht zu Gelee. Man kann die zerkleinerten Früchte auch zusammen mit Äpfeln dünsten, die Fruchtmasse durch die „flotte Lotte“ passieren und bekommt ein wohlschmeckendes Fruchtmus, das dann heiß in Gläser eingefüllt einen wunderbaren Brotaufstrich ergibt.

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