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Sonntag, 25 September 2022
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Da wird nochmal nachgebohrt

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Über die Haselnuss und ihren Bohrer

Von Europa bis Asien, sowohl in tiefen als auch hohen Lagen ist sie als Unterwuchs in Laubmischwäldern, in Hecken sowie Waldrändern zu finden. Das Birkengewächs ist ein sehr anspruchsloses Gehölz. Es gedeiht nahezu auf allen Böden, kann sehr ausladend und bis zu sieben Meter hoch werden. Die großen und rundlichen Blätter sind weichbehaart und wechselständig am Zweig angeordnet. Die Rede ist vom Haselstrauch (Corylus avellana).

Normalerweise blüht die Hasel zwischen März und April, wobei sich eine Blüte, bedingt durch die Klimaveränderungen, mittlerweile bereits im Februar oder sogar schon im Januar beobachten lässt. Die Haselnuss trägt längliche, gelb-beige Kätzchen als männliche Blüten, und kleine, unauffällige Knospen mit rotem Schöpfchen als weibliche. Zwar erfolgt die Bestäubung durch Wind, dennoch ist sie für Insekten ein wichtiger Pollenlieferant. Die reife Frucht steckt voller wertvoller Mineralstoffe, wie Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen und Vitamine und hat reichlich Kalorien, ihr Fettgehalt liegt bei 60 Prozent.

Das wissen nicht nur wir zu schätzen! Meist zu spät, erkennt man den Schaden des Haselnussbohrers (Curculio nucum) an den herabgefallenen, leeren Nusshüllen mit filigraner, circa 2 mm breiter Bohrung. Der circa 6 bis 9 mm große, braun-beige gefärbte Käfer ist an seinem langen, gebogenen Rüssel zu erkennen. Damit dringt das Weibchen im Juni in die noch weiche Frucht des Haselnussstrauches ein und legt sein Ei darin ab. Nach circa einer Woche schlüpft aus dem Ei die weiße Larve und durchläuft in Obhut der Nuss, ausgestattet mit reichlich Nahrung, vier Larvenstadien. Ende Juli verlassen die 15 mm langen Larven die Nuss. Die Larve bohrt sich erneut durch das Loch, durch das sie einst als Ei abgelegt wurde und verkriecht sich in den Boden, um dort in Wurzelnähe, circa 10 bis 15 cm tief, zu überwintern. Erst im Frühjahr verpuppen sich die Larven und schlüpfen wenig später als neue Käfergeneration aus ihren Kokons.

Während sich die Larve nur in der Haselnuss zum Käfer entwickeln kann, ist dieser selbst nicht so wählerisch bei der Nahrungsaufnahme. Er bedient sich gerne auch an anderen Früchten, wie Pfirsich, Birne, Pflaume, Kirsche oder Apfel. Ein Befall ist grundsätzlich auszuhalten. Wer den Schädling dennoch sanft minimieren möchte, kann ab Herbst den Boden unterhalb von Haselnusssträuchern öfter lockern und somit die Larven zerstören.

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