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Freitag, 9 Dezember 2022
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„Balkonien“ als Kraftwerk

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(Mini-) Solaranlagen eignen sich nicht nur für Immobilieneigentümer

djd/ub

Viele Hausbesitzer erzeugen Strom mit Solaranlagen auf dem Dach und erhalten damit grüne Energie „frei Haus“, die sowohl die Umwelt als auch die Haushaltskasse schont. In Zeiten des Klimawandels und vor allem angesichts der aktuell stark steigenden Energiekosten fragen sich jedoch auch immer mehr Mieter, wie sie aktiv zur Energiewende beitragen können und welche Möglichkeiten sie haben, um eigenen, selbst genutzten Ökostrom zu produzieren. Eine Lösung können Mini-Solaranlagen für den Balkon sein.

Flexible und einfache Montage

Seit einigen Jahren ist in Deutschland die Installation sogenannter Balkonkraftwerke erlaubt. Dabei handelt es sich um „kleine“ Photovoltaikanlagen für die Steckdose, mit denen auf einfache Weise Strom erzeugt werden kann. Diese Systeme haben einige Vorteile, die sie zum Beispiel für Mieter besonders interessant machen. Die Solarmodule sind einfach zu installieren, benötigen nur wenig Platz und lassen sich bei einem Umzug schnell ab- und wieder anbauen. Diverse Minisolaranlagen-Modelle können Mieter problemlos selbst an ihrem Balkongeländer montieren – ein Elektriker ist dafür nicht erforderlich. Die leichten, oft glasfreien Kunststoffmodule, welche in verschiedenen Ausführungen und Größen erhältlich sind, können entweder mit einer universellen Balkonhalterung oder mit Klettbändern sicher am Geländer befestigt werden – und dienen damit gleichzeitig als Sichtschutz. Viele Hersteller bieten hier Komplettsets an. Zudem gibt es Anbieter, welche Glaselemente mit integrierten Photovoltaikelementen zur ästhetisch ansprechenden Umrandung bzw. Überdachung von Balkonen, Terrassen, Carports & Co. im Sortiment haben oder individuell fertigen.

Einstecken und Strom erzeugen

Grundsätzlich arbeiten „Balkonkraftwerke“ nicht anders als ihre großen Pendants auf den Hausdächern. Photovoltaikmodule erzeugen aus der Kraft der Sonne Solarstrom. Mithilfe eines Wechselrichters wird dieser in Netzstrom umgewandelt. Diverse Mini-Solaranlagen lassen sich über eine vorhandene Steckdose oder alternativ über eine spezielle Einspeise-Steckdose mit dem Stromkreis der Wohnung verbinden. Sobald die Anlage angeschlossen ist und die Sonne scheint, werden Kühlschrank, Fernseher und Co. mit Strom versorgt. Reicht der Solarstrom nicht für alle Geräte aus, fließt einfach Strom aus dem Netz hinzu. Am effizientesten arbeiten die Anlagen üblicherweise, wenn sie gen Süden ausgerichtet werden – diverse Anlagen mit zwei Modulen in „Tischplattengröße“ können – natürlich abhängig von der Sonneneinstrahlung – 600 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Das entspricht etwa dem jährlichen Verbrauch von Geschirrspüler, Waschmaschine und Wäschetrockner. Vor dem Kauf bzw. der Installation sollte man sich jedoch erkundigen, inwiefern das gewählte Modell beim örtlichen Netzbetreiber oder der Bundesnetzagentur angemeldet werden muss – Mieter sollten zudem ihren Mietvertrag überprüfen, ob dieser Klauseln bezüglich (Balkon)solaranlagen enthält und gegebenenfalls mit dem Vermieter Details vorab klären.

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