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Mittwoch, 29 Juni 2022
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Tipps gegen stummes Wellenrauschen

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Mit Hörgeräten sicher in den nächsten Badeurlaub

Gerade bei den hochsommerlichen Temperaturen am vergangenen Wochenende zog es wieder viele Landkreisbewohner in die Schwimmbäder und an die Badeseen. Die meisten Hörgeräteträger sind es in solchen Situationen gewohnt, beim Anziehen von Badehose oder Bikini gleichzeitig ihre technische Hörhilfe abzulegen – Wasser und Elektronik vertragen sich bekanntermaßen nur bedingt. In den letzten Jahrzehnten hat sich allerdings auch hier einiges getan: Immer mehr Hersteller von Hörtechnik bezeichnen ihre Produkte als „wasserfest“ oder „wasserdicht“, dabei muss man jedoch genauer hinschauen, denn nur in den allerwenigsten Fällen sind die Geräte wirklich dafür geeignet, sie beim ausgiebigen Badespaß weiterhin im Ohr zu tragen.

Wie in vielen anderen Elektronikbereichen verrät auch hier die sogenannte Schutzklasse, wie viel ein Technikprodukt wirklich „vertragen“ kann: Die Klasse wird dabei mit den Buchstaben “IP” und einer zweistelligen Zahl angegeben, wobei die erste Ziffer spezifiziert, wie resistent die Technik gegen Sand, Staub, Mehl und andere verunreinigende Partikel ist. Die zweite Ziffer verrät dagegen, wie widerstandsfähig die Geräte gegen Einwirkungen des “nassen Elements” sind. Je höher die Zahl ist, desto besser: die „5“ bedeutet z.B., dass die Technik Strahlwasser aus allen Richtungen verträgt, die „8“ steht für Geräte, welche auch mal unter Wasser getaucht werden können, ohne kaputt zu gehen. Hier liegt allerdings bei vielen Hörgeräten eine Beschränkung vor, nach der man nicht länger als 30 Minuten am Stück tiefer als 1,5 m tauchen sollte. Selbst für Geräte mit höheren Schutzklassen empfehlen die meisten Hersteller explizit, diese nicht beim Schwimmen oder Tauchen anzulassen – die hohe “Wasserverträglichkeit” soll vor allem dafür sorgen, dass die Technik nicht zu schnell beschädigt wird, wenn man sie versehentlich mit in die Dusche oder das Schwimmbecken nimmt. In jedem Fall sollte das Hörgerät nach der Einwirkung von Nässe getrocknet werden, jedoch nicht in der Mikrowelle oder dem Backofen. Fachhändler haben für solche Fälle spezielle Trockenzellen bzw. -boxen, welche die Feuchtigkeit entziehen. Im Hausgebrauch tut es zur Not oft auch ein trockenes Zimmer mit durchschnittlicher Raumtemperatur – verbunden mit genügend Zeit.

Vereinzelt gibt es bereits Geräte, welche auch explizit für längere Schwimm- bzw. Tauchgänge gedacht sind. Hier ist meist die Oberfläche der Hörgeräte komplett wasserundurchlässig und eine spezielle Membran lässt zwar den Schall zur verarbeitenden Technik im Inneren durch, nicht aber das Wasser.

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