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Mittwoch, 29 Juni 2022
Start-Anzeige-Gesundheit & Wellness„Mit Händen heilen“ bringt laut Studie Erfolge

„Mit Händen heilen“ bringt laut Studie Erfolge

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Stiftung Warentest führte Befragung mit Osteopathie-Patienten durch

Wer in Online-Gesundheitsforen Erfahrungsberichte zum Thema Osteopathie liest, bekommt ein gemischtes Bild: Während manche auf Behandlungskonzepte schwören, welche vorrangig auf die „Heilung mit Händen“ setzen, klagen andere über ausbleibende Erfolge, „Abzockermethoden“ und unseriöse Ansätze. Wie in vielen anderen Medizin-Bereichen gibt es auch hier „schwarze Schafe“, welche schlechte Eindrücke hinterlassen. Erschwerend kommt hinzu, dass „Osteopath(in)“ in den meisten Bundesländern Deutschlands noch kein gesetzlich geschützter Beruf mit einheitlich geregelter Ausbildung ist.

Ein positiveres Bild zeichnet eine von der Stiftung Warentest im Jahr 2012 durchgeführte Erhebung, welche 3500 Menschen, die sich in den vorangegangenen 12 Monaten „in die Hände“ von Osteopathen begeben hatten, zu ihren Erfahrungen befragte. Demnach waren 71 Prozent der Teilnehmer mit der Behandlung „sehr zufrieden“, weitere 17 Prozent zeigten sich „zufrieden“. Die meisten Befragten hatten wegen derselben Beschwerden schon einen Arzt oder anderen Therapeuten aufgesucht – ohne den erhofften Erfolg. Nur 12 Prozent waren „eher unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“ mit ihren Osteopathen – als Gründe nannten sie vor allem „keine oder kaum Besserung der Probleme“ sowie „Schmerzen aufgrund der Behandlung“, mitunter aber auch die Kosten.

Der Begriff „Osteopathie“ hat seine Wurzeln im Griechischen und setzt sich aus zwei Worten zusammen: “Osteon” („Knochen“) und “pathos” („Leiden“). Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917) begründete vor über 100 Jahren die Osteopathie mit der These, dass viele Beschwerden an Muskeln und Organen auf Probleme in den Knochen zurückzuführen seien. Er plädierte vereinfacht gesagt dafür, den menschlichen Körper „ganzheitlich“ zu betrachten, da viele Komponenten miteinander zusammenhingen bzw. -wirkten. Damals wie heute spielen die Hände des Behandelnden die wichtigste Rolle beim Aufspüren von Ursachen und bei der Linderung der Beschwerden. Laut „Verband der Osteopathen Deutschland e.V.“ erfolgt die Ausbildung zum Osteopathen hierzulande vorrangig an privaten Osteopathie-Schulen, die meisten bieten ihre Ausbildung berufsbegleitend an und richten sich an Ärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten. Insgesamt müssen die Schüler dabei mindestens 1.350 Unterrichtsstunden absolvieren. Auch eine Ausbildung „in Vollzeit“ ist an spezialisierten Schulen innerhalb von fünf Jahren mit mehr als 5000 Unterrichtseinheiten möglich.

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