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Samstag, 24 Juli 2021
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Mehr Hören dank weniger Hören

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Moderne Technik hilft nicht nur bei Schwerhörigkeit

Eigentlich herrscht für unser menschliches Ohr ständig „Strandfeeling“: In jeder Sekunde wird es von hunderten von Wellen umspült. Natürlich handelt es sich dabei nicht um Wasserwellen, sondern um Schallwellen.

Stellen wir uns nun vor, dass jemand einige Meter vor dem Strand mit einem Generator für jede natürliche Welle zeitgleich eine weitere künstliche Welle erzeugt – letztere rollt aber nicht über der Wasseroberfläche auf unser Ohr zu, sondern „darunter“. Im Meer ist das nicht wirklich machbar, im Bereich der Schallwellen aber schon.

Und dann greift ein einfaches Prinzip, das jeder in der Schule mal gehört hat: Plus und Minus heben sich auf. Jedes Geräusch, vom leisen Plätschern bis zum lauten Donnern, lässt sich im Grunde durch ein ähnliches, aber „negatives“ Schallsignal auslöschen. Das ist keine Science Fiction, sondern angewandte Physik – und mit dieser wird seit einigen Jahren fleißig experimentiert.

Schon jetzt gibt es im Handel zum Beispiel Kopfhörer, mit denen man nicht nur Musik genießen kann. In den Modellen sind Mikrofone eingebaut, welche die Umgebungsgeräusche analysieren und in Sekundenbruchteilen Schallwellen erzeugen, welche den „Lärm“ von außerhalb neutralisieren sollen.

Die Technik steckt im Grunde noch in den Kinderschuhen, schon jetzt sorgt sie aber dafür, dass die Träger dieser Kopfhörer ihre Musik nicht übermäßig laut aufdrehen müssen, um störende Außengeräusche zu übertönen – stattdessen werden letztere durch künstlich erzeugte „Gegentöne“ ausgelöscht. Man spricht dabei von „aktivem Noise Cancelling“.

High-Tech im Ohr

Viele Jahrzehnte lang waren Hörgeräte so konzipiert, dass sie sämtliche Geräusche verstärkten und an das Ohr des Geräteträgers weiterleiteten. Das sorgte zwar für eine bessere Hörbarkeit, jedoch nicht automatisch für bessere Verständlichkeit – der gesprochene Satz des Nebenmannes wurde dabei genauso verstärkt wie z.B. der Lärm eines Baggers in der Nähe.

Seit einigen Jahren werden Hörgeräte nun nicht nur kleiner, sondern auch „intelligenter“ – sie versuchen, wichtige von unwichtigen Geräuschen zu unterscheiden und nur die relevanteren Signale weiterzugeben. Auch hier wird an der Technik stetig gefeilt, einige Modelle analysieren auch, wo sich die Schallquelle befindet und erlauben den Trägern eine Art „räumliches Hören“.

Das große Ziel ist natürlich, die modernen Verfahren zusammenwirken zu lassen: In nicht allzu ferner Zukunft sollte auch das oben erklärte „Noise Cancelling“ eine noch größere Rolle bei Hörgeräten spielen.

Wenn diese dann relevante Töne „intelligent“ erkennen und zudem unwichtigen Lärm mit künstlich erzeugten Schallwellen neutralisieren, dann gilt das in der Überschrift erwähnte Prinzip: Wir hören mehr, indem wir weniger hören.

Moderne Hörgeräte
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