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Mittwoch, 28 September 2022
Start-Anzeige-Gesundheit & WellnessDer Rücken hasst „beliebte“ Verhaltensmuster

Der Rücken hasst „beliebte“ Verhaltensmuster

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Schmerzen an Wirbelsäule & Co. sind oft hausgemacht

Es wird Zeit für ein kleines Experiment: Lesen Sie ruhig weiter, aber versuchen Sie für ein paar Sekunden, möglichst viel Aufmerksamkeit durch den eigenen Körper wandern zu lassen. Könnte es zufällig sein, dass Sie an manchen Stellen mehr „Belastung“ spüren als an anderen? Wenn ja, dann gehören Sie vermutlich zu den Millionen von Menschen, die sich durch jahrelang angewöhnte Verhaltensmuster selbst Schmerzen schaffen – durch „falsches“ Sitzen, Liegen, Heben, Gehen & Co..

Wer zum Beispiel beim Lesen gerne die Arme am Tisch aufstützt, zieht auch oft die Schultern unmerklich nach oben. Die Quittung für solche suboptimalen Haltungen gibt es dann in Form von Verspannungen und Schmerzen, die vor allem (aber nicht nur) im Rückenbereich auftreten können. Einseitig belastete Körperpartien können direkt an den betroffenen Stellen, aber auch in anderen Regionen für Beschwerden sorgen.

Natürlich: Nicht jede Art von Rücken-, Kopf- oder Gliederschmerzen wird durch Fehlhaltungen und einseitige Belastungen ausgelöst – die Ursachen sind vielfältig, ebenso wie die möglichen Behandlungsmethoden. In vielen Fällen hilft jedoch eine gewisse kritische Selbstbetrachtung: Wer in sich hineinhört, kann mit der Zeit „erstaunliche“ Erkenntnisse sammeln:

Die vermeintlich bequeme Lümmel-Lage auf dem Sofa, bei der die rechte Schulter den gesamten Oberkörper stützt, mag z.B. an chronischen Schmerzen im Halswirbelbereich schuld sein. Den „aufrechten“ Gang, den man womöglich als Kind anerzogen bekam, würde jeder außenstehende Betrachter als „stocksteif“ und somit verspannungsfördernd bezeichnen.

Auf dem Rücken der Statistik

Im Rahmen einer Untersuchung der Betriebskrankenkassen hat man Betroffene u.a. um eine Selbsteinschätzung gebeten, worauf ihre Rückenschmerzen zurückzuführen seien.

Am meisten genannt wurden „körperlicher Verschleiß, Überbeanspruchung“ (79 %, Mehrfachnennungen waren möglich), „falsche Körperhaltung“ (78 %) und „einseitige körperliche Belastungen“ (74 %). Erst an achter und neunter Stelle rangierten „Stress am Arbeitsplatz” (43 %) und allgemeine „psychische Belastungen“ (37 %) (Quelle: BKK und TNS healthcare 2008).

Die Bertelsmann-Stiftung hat im Juni 2016 über 1000 Betroffene zum Thema Rückenschmerzen befragt und deren Erfahrungen ausgewertet – interessanterweise auch aufgeschlüsselt nach Bildungsniveau, Beruf und anderen Parametern. Männer berichten dabei z.B. wesentlich häufiger über Behandlungserfolge als Frauen, Angestellte und Arbeiter haben laut Studie eine niedrigere Erfolgsquote als Beamte und Selbstständige. Allgemein sei es für die Betroffenen schwierig, wirklich nützliche Informationen zum Thema zu bekommen, so eine Grundaussage der Erhebung. Wer sich informiert, greift dabei vor allem auf das Internet zurück (45 % der Befragten), konsultiert Mediziner (37 %) oder liest Broschüren und Zeitschriften von Krankenkassen und Apotheken (25 %).

Es reicht schon, sich bei Betroffenen im eigenen Umfeld umzuhören, um zu merken: Die „eierlegende Wollmilchsau“ gegen Rückenschmerzen gibt es leider nicht! Ein bestimmtes Heilmittel mag bei manchem seit Jahren zuverlässige Erfolge garantieren, verschlimmert beim anderen jedoch die Beschwerden. Gleichzeitig kann der Erfahrungsaustausch jedoch auch Hoffnung für einen Weg aus den Schmerzen schüren: Fast jeder hat individuelle Ansätze, welche ihm oder ihr persönlich mehr oder weniger helfen. Um herauszufinden, was gegen die eigenen Rückenschmerzen hilft, sollten Sie nun vielleicht noch mal den allerersten Satz dieses Artikels lesen…

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